Was Wartung und Pflege angeht, ist die Vibiemme nicht sonderlich anspruchsvoll. Hin und wieder braucht aber auch sie kleine Streicheleinheiten. Sie dankt es mit Langlebigkeit und konstant gutem Espresso. Auf der spiegelnden Edelstahloberfläche sieht man naturgemäß besonders Fingerabdrücke recht schnell, sie lassen sich aber ebenso wie Kaffee- oder Kalkflecken problemlos mit einem feuchten Mikrofasertuch entfernen. Ist die Aufschäumlanze mit eingebrannter Milch verkrustet, genügt es in der Regel, ein Gefäß mit Wasser und etwas Spülmittel darunterzustellen und sie kurz einweichen zu lassen. Eine alte Zahnbürste erledigt den Rest.
Entkalken
Zum Entkalken verwendet man einfach ein Standardmittel aus dem Supermarkt. Hierbei ist allerdings das recht große Kesselvolumen der Vibiemme (0,75l) zu bedenken! Mit einem halben Liter Entkalker ist es da natürlich nicht getan! Ich empfehle, einen kompletten Tank entsprechend konzentrierter Entkalkerlösung durchlaufen zu lassen, und sie anschließend gemäß Anleitung einige Zeit einwirken zu lassen. Das Dampfrohr nicht vergessen!
Hinweis: Essig ist nicht zum Entkalken geeignet (verträgt sich nicht mit dem Kupfer)!
Beim Spülen ist zu beachten, daß es keine Möglichkeit gibt, den Kessel der VBM zu leeren, außer man läßt die Maschine mutwillig trockenlaufen, was ja niemand ernsthaft will. Die Entkalkerlösung wird also durch das nachlaufende Wasser lediglich nach und nach verdünnt, dementsprechend sollte man gründlich Spülen! Mit 4-5 Tankfüllungen klarem Wasser ist man in der Regel auf der sicheren Seite.
Rückspülen
Mit der Zeit sammeln sich im Brühkopf Fette und Öle, was einen leicht bitteren Beigeschmack bewirken kann. Daher sollte man den Brühkopf hin und wieder Rückspülen. Hierfür wird das Kaffeesieb im Siebträger einfach gegen das Blindsieb ausgetauscht und etwas Kaffeefettlöser darauf gegeben. Nun wird das Ganze wie beim normalen Kaffeebezug eingespannt und die Pumpe kurz betätigt, bis der maximale Druck erreicht ist. Der Bezugshebel wird danach wieder nach unten gelegt und damit der Druck abgelassen. Diese Prozedur wird einige Male wiederholt und gut nachgespült. Hin und wieder sollte man auch das Sieb aus dem Siebträger nehmen und das Innenleben gründlich reinigen, denn auch hier sammeln sich gerne hartnäckige Kaffeerückstände.
Kommentar von Petra Henn am 01. Januar 2008 um 19:12
Lieber Domobarista,
habe meine Vibiemme kürzlich entkalkt, seitdem funktioniert sie nicht mehr!! Da in den Schläuchen noch Kalkpartikel hingen, habe ich das Wasser aus ihnen rausgedrückt, um diese Reste loszuwerden. Jetzt füllen sich die Schläuche allerdings nicht mehr mit Wasser, wenn ich sie in den vollen Wassertank lege und die Maschine einschalte. Was mich wundert, denn ich habe das Gerät ja auch mit leeren Schläuchen bekommen und trotzdem gemäß der Bedienungsanleitung in Betrieb nehmen können. Wäre für einen Tipp unendlich dankbar, da der Rolls Royce meiner Küche jetzt schon geraume Zeit brachliegt!
Petra Henn
Kommentar von Christoph Fertinger am 01. Januar 2008 um 23:24
Hmm, schwer zu sagen. Irgendwo scheint sie sich zugesetzt zu haben. Wenn die Maschine kein Wasser mehr ansaugt, müßte die Stelle eigentlich vor oder in der Pumpe sein! Oft macht auch das Expansionsventil Probleme, weil es leicht verkalkt oder verstopft. Wenn die Verstopfung später wäre, würde das Wasser zumindest normal angesaugt werden, und über den Rücklaufschlauch vom Ventil zurück in den Tank gedrückt werden. Ich würde zuerst versuchen, am Expansionsventil ein wenig mit dem Schraubenzieher herumzudrehen (siehe Fotos auf meiner Seite), oder es besser noch ausbauen und über Nacht in Entkalkerlösung stehen lassen. Sollte es doch die Pumpe sein, wird’s schwierig, da sie ja auch keinen Entkalker mehr ansaugt.
Kommentar von Fabian am 10. März 2008 um 23:38
Hallo,
ich schließe mich den vielen Kommentaren gerne an – eine sehr gelungene Seite auf der ich sehr viel über meine VBM gelernt habe.
Ich habe eine Frage – nach dem Rückspülen (ich habe es zum ersten Mal durchgeführt) ist der Hebel für den Kaffeebezug sehr schwergängig geworden. Ist das normal oder muss, kann bzw. sollte man ihn fetten?
Vielen Dank im Voraus und schöne Grüße aus Braunschweig
// Fabian
Kommentar von Christoph Fertinger am 11. März 2008 um 10:18
Ja, das kommt vor. Der Kaffeefettlöser tut oft nicht nur das, was er soll, sondern er löst das Schmierfett manchmal gleich mit. Oft gibt sich das nach ein paar Tagen wieder, weil sich die Maschine mit neuem Kaffeefett quasi selbst schmiert, andernfalls kannst Du mit einem Tropfen Silikonöl (lebensmittelecht!) nachhelfen. Dazu löst Du am besten die Inbusschraube auf dem Brühkopf, dann kannst Du z.B. mit Hilfe eines Zahnstochers einen Tropfen Öl auf den Exzenter geben.
Kommentar von Johannes am 02. April 2008 um 15:00
Hallo,
wie oft entkalkst du denn die maschine?
hab gehört dass häfiges entkalken schädlich ist(säure!).
welche wasserhärte benuzt du?
ist ein filter am ansaugschlauch sinnvoll?
Kommentar von Christoph Fertinger am 03. April 2008 um 01:04
Ich entkalke recht unregelmäßig, vielleicht 2-3 mal im Jahr, schwer zu sagen. Wenn man keine irren Entkalkerkonzentrationen nimmt, dürft das Entkalken der Maschine nicht viel ausmachen. Meine Wasserhärte kenne ich gar nicht. Die Filter für den Ansaugschlauch hab ich noch nie verwendet, habe damit also bisher keine Erfahrung. Ich nehme die normalen Brita-Filter. All diese Filtersysteme lassen aber in ihrer Wirkung recht schnell nach.
Kommentar von Florian am 06. April 2008 um 13:17
Servus Christoph,
habe meine Vibiemme nach 4 Monaten nun das erste mal mit Citronensäure entkalkt und stelle jetzt nach der 3 Spühlung kleine glitzernde Metallpartikel im Wasser fest. Muss ich mir Sorgen machen den Tank oder die Leitungen beschädigt zu haben?
Wie soll ich weiter vorgehen?
Rechts schöne Dank!
Florian
Kommentar von Christoph Fertinger am 06. April 2008 um 14:23
Es ist ein bekanntes Phänomen bei neuen E61ern, daß sich am Anfang manchmal kleinere Partikel der überschüssigen Verchromung lösen. Das muß auch nichts mit dem Entkalken zu tun haben. Das ist unbedenklich (kommt ja meistens auch gar nicht bis in die Tasse) und gibt sich sehr bald von selbst wieder.
Kommentar von b.schlange am 17. Mai 2008 um 17:14
eine wirklich tolle seite die sich mir dort aufbaut- eigentlich habe ich gar keine lust an meiner domobar rumzuschrauben – aber ein seltsamer druckabfall bei der maschine veranlasst mich über die technik nachzudenken – grundsätzlich – sehr verkalkt – also die maschine gut entkalken – und das expansionsventil extra reinigen – also die maschine auseinanderschrauben – aber verdammt – welches teil ist das expansionsventil – und wo soll dann genau für den druck geschraubt werden – danke vorab – b.schlange
Kommentar von Christoph Fertinger am 17. Mai 2008 um 19:14
Kuck mal unter “Selbsthilfe…”, ist dort beschrieben und auch auf den Fotos zu sehen.
Kommentar von Andreas K. am 26. Juni 2008 um 23:11
Sehr geehrter Herr Fertinger,
vielen Dank und herzlichen Glückwunsch zu dieser super Seite. Ich hab hier schon viel über meine VBM Domobar gelernt.
Jedoch hätte ich sie schon viel früher entdecken sollen, da mir folgendes passiert ist.
Auf eigene Faust hab ich einige Rückspühlungen mit einem Fettlöser, vom Fachhändler empfohlen (plus puly caff detergente), unternommen.
Während ich diese Lösung für ca 8 min. einwirken lies, vergaß ich den Hebel ganz nach unten zu klappen. Nun entstand ein enormer Druck, welcher sich beim Ablassen, fast wie eine Fontäne aus einem Feuerwehrschlauch bemerkbar machte……Jugend Forscht….
Seitdem zeigte sich das Umklappen des Hebels aus der Nullstellung nach ganz unten recht schwergängig. Von Null nach oben hat sich nichts verändert.
Geschockt, im Coffeinrausch, hab ich nun den gesamten Hebel seitlich ausgebaut und am Kolben an der Stelle, a.d. er das Ablassventil betätigt, Abschürfungen der Silberlackierung bemerkt. Um Unebenheiten zu regulieren hab ich mit einer Feile das restliche Silber an besagter Stelle glatt abgefeilt, da ich hier die Ursache für den hohen Wiederstand beim Umklappen des Hebels vermutete.
1 1/2 Tage und x Espressii (wie lautet eigentlich der Plural von Espresso) später, lief wieder alles wie geschmiert, bis das geschilderte Problem erneut auftrat.
Würden sie mir nun raten, einen Fachmann zu konsultieren, um Folgeschäden zu vermeiden? Kann es sein, dass durch den hohen Druck, welcher entstand vielleicht der Kolben oder das Ablassventil etc. verbogen wurde?
Soll ich es einfach mal mit oben genannten Fett versuchen, obwohl kurz nach dem Einbau ja auch ohne Fett wieder alles funktioniert hat?
Oder soll ich alles so lassen wie es nun ist, da die Funktion der Maschine sonst nicht beeinträchtigt scheint ?
Soll man eigentlich den Hebel, wenn man die Maschine eingeschaltet über einige Stunden nicht benutzt immer ganz nach unten klappen?
Vielen Dank und alles Gute,
Andreas K.
Kommentar von Christoph Fertinger am 27. Juni 2008 um 10:43
Das Problem, dass der Kaffeefettlöser das Schmierfett gleich mitlöst und der Bezugshebel dadurch etwas schwergängig wird, ist leider nicht neu. Auch dass auf den beweglichen Teilen so etwas wie Schleifspuren o.ä. erkennbar ist, ist denke ich nicht ungewöhnlich.
Normalerweise gibt man einige Tropfen lebensmittelechtes Silikonöl dahin, wo der Hebel im Brühkopf verschwindet. Zusätzlich kann man die Inbusschraube oben auf dem Brühkopf (auf dem Foto unter “Bedienung” links neben dem “B” von “Brühgruppe” zu erkennen) öffnen und z.B. mit einem Zahnstocher einen Tropfen Öl auf die beweglichen Innenteile geben, dann sollte das Problem nach einigen Bezügen oder spätestens nach einigen Tagen verschwinden. Das liegt auch daran, dass sich die Maschine durch frisch abgelagetes Kaffeefett mit der Zeit auch quasi selbst schmiert.
Sollte sich das ganze nicht bessern, kann ich ihnen auch gerne Bezugsquellen für Ersatzteile nennen. Da Sie den Brühkopf ja ohnehin schon mal zerlegt haben, sollte der Austausch für Sie ja auch kein Problem sein.
Den Druck sollte man zwar prinzipiell schon ablassen, dass andernfalls nach relativ kurzer Zeit etwas in der Maschine beschädigt oder gar verbogen wird, kann ich mir aber nicht vorstellen.
Kommentar von Andreas K. am 27. Juni 2008 um 11:09
Vielen Dank für die schnelle Antwort,
Andreas K
Kommentar von Andreas K. am 03. Juli 2008 um 15:20
Hallo, Herr Fertinger,
können sie mir ein lebensmittelechtes Silikonöl, bzw. eine Bezugsquelle nennen? Hab keine Ahnung wo es sowas gibt. Einige Espressomaschinen Fachgeschäfte in München kennen sich auch nicht aus bzw. führen es nicht….
Viele Grüße,
Andreas K
Kommentar von Uli H. am 02. Dezember 2008 um 16:55
Hallo, eine tolle Seite was Du da hast. Mir als neu Domobarista sehr hilfreich! Spricht eigtl. etwas dagegen mit reiner Zitronensäure zu entkalken, evtl. wegen den Dichtungen? Viele Grüße, Uli
Kommentar von Christoph Fertinger am 02. Dezember 2008 um 21:31
Nein, das ist kein Problem (ich nehme an, Du meinst die fertige Lösung aus dem Supermarkt, eigentlich ist Zitronensäure ja ein Pulver).
Kommentar von Thomas Hegemann am 06. Dezember 2008 um 12:53
Hallo,
erst einmal das Kompliment an diese klasse Seite: wenn der Hersteller sie online gestellt hätte, hätte ich schon früher eine domobar gekauft.
Meine kleine Frage zum Thema Rückspülen, auch nur kmit klraem Easser: da die VBM ja kein Magnetventiel hat und Ausgang zur Abwasserschale, frage ich mich, wo das “gespülte” Wasser hinkommt – über den Überdruckschlauch zurück in den Tank / Boiler??
ich wollte mir nämlich angewöhnen, abends immer täglich klar durchzuspülen, um den Brühkopf lange sauber zu halten. Die Frage bezieht sich natürlich auch aufs Rückspülen mit Reiniger…
weiter viel Erfolg und Genuss, den habe ich jetzt ja auch,
Thomas
Kommentar von Thomas Hegemann am 06. Dezember 2008 um 12:54
Hallo,
sorry für die tippies, immer diese Eile… z B …ventil schreibe ich normal schon ohne e;-)) tom
Kommentar von Christoph Fertinger am 06. Dezember 2008 um 13:09
Das landet über das Fallrohr in der Schale, wird also wie beim normalen Bezug durch den Überdruck rausgespült. Deswegen sollt man wirklich gut darauf achten, das oft genug zu spülen, damit wirklich alles vom Fettlöser weg ist (immer wieder Bezug gg Blindsieb + Blindsieb dazwischen auch mal ausleeren).
Kommentar von Bernd Dombrowski am 10. Dezember 2008 um 16:13
Hallo,
ich habe mit meiner VBM domobar das Problem, dass ich nicht weis, wie das Duschsieb entnehmen kann. Bei meine vorherigen Espressomaschine brauchte ich nur eine Schraube zu lösen um das Sieb zu entfernen. Bin etwas ratlos und blind,
Grüße Bernd
Kommentar von Christoph Fertinger am 10. Dezember 2008 um 18:00
Normalerweise hebelt man die mit dem Schraubenzieher heraus. Eine schonendere Alternative ist hier beschrieben:
http://www.kaffee-netz.de/reparatur-und-wartung/4872-ausbau-des-duschsiebes-e61-endlich-einen-trick-herausgefunden.html
Kommentar von Bernd Dombrowski am 12. Dezember 2008 um 15:50
Hallo,
vielen dank für die prompte Antwort. Es ist eigentlich eine einfache Sache das Sieb zu lösen
und mit etwas Vorsicht, Gefühl und Wissen was man tut, ist es eine gute
Sache. Dass das Sieb eigentlich nur durch die Dichtung gehalten wird
überzeugt gegenüber sonstigen Rummschraubereien.
Manchmal scheinen sich auch unter Konstrukteuren kluge Köpfe zu befinden.
Vielen Dank und viele Grüße,
Bernd
Kommentar von Fabian Morawetz am 02. Januar 2009 um 15:11
Hallo,
vielen Dank erst mal für die super Hilfe die man hier immer bekommt!Ich hätte gleich noch eine Frage.Meine Maschine ist direkt an die Wasserleitung angeschlossen.Wie kann ich so eine Maschine entkalken?
Kommentar von Christoph Fertinger am 03. Januar 2009 um 19:20
Das kommt drauf an. Wir reden über die normale Domobar, nicht die “Super”, oder? Wird der Kessel bei der Festwassermaschine durch dir Pumpe befüllt? Da bin ich mir grad nicht sicher. Sprich: Kann man sie auch mit externem Tank betreiben? Dann wärs ja kein Problem, ansonsten hilft wahrscheinlich nur zerlegen. Aber vielleicht hat jemand noch eine andere Idee?
Kommentar von Frank Kiebeler am 04. Januar 2009 um 02:23
Ersteinmal ein großes Lob zu dieser Seite. Hätte ich diese nur früher gefunden….
Ich hätte da mal eine Frage zum Rückspülen. Wie groß ist denn der Zeitintervall, in den man das Rückspülen durchführen sollte?
Kommentar von Christoph Fertinger am 04. Januar 2009 um 14:02
Das lässt sich so pauschal nicht sagen. Das hängt natürlich von der Zahl der Bezüge ab und ist ohnehin recht umstritten (die Häufigkeit, nicht die grundsätzliche Notwendigkeit). Es hinterlässt auch nicht jede Kaffeesorte gleich viel Sauerei im Brühkopf. Die Angaben schwanken von monatlich über wöchentlich bis hin zu täglich!
Täglich ist natürlich absolut übertrieben, man kann aber z.B. am Abend vor dem Abschalten mal mit Wasser spülen (also ohne Reiniger), das ist sicher nicht schlecht. Ansonsten würde ich die goldene Mitte nehmen, also ca. alle 10-20 Tage. Da entwickelt man mit der Zeit aber auch ein Gefühl dafür, weil durch die Verschmutzung früher oder später der Geschmack merklich nachlässt.
Kommentar von Fabian Morawetz am 05. Januar 2009 um 17:19
Hallo Christoph,
vielen Dank für die schnellen Antworten.
Also soweit ich es den Bildern von der vibiemme- Seite entnehme,habe ich eine Domobar Super.Ändert das was?
Kommentar von Christoph Fertinger am 06. Januar 2009 um 22:06
Eigentlich nicht. Es kommt darauf an, ob der Tank rein durch den Wasserdruck (wie er eben aus der Leitung kommt) befüllt wird, oder ob dabei die Pumpe zur Hilfe genommen wird und man so auch Entkalkerlösung aus einem Gefäß anziehen kann. Sicher bin ich mir bei der Super nicht, aber es könnte gehen. Das Problem bei Zweikreisern ist ohnehin, dass man konstruktionsbedingt die Entkalkerlösung nur schwer wieder aus dem Kessel kriegt, daher ist zerlegen in jedem Fall die bessere Variante.
Kommentar von W.Hagemes am 08. März 2009 um 02:42
Hallo, Auch die Maschine mit Festwasseranschluss kann aus einem Tank wasser ziehen. Da dies hier ja nur für die Entkalkerlösung sein soll, kein Problem. Wenn der kessel nicht ausgebaut werden soll, muß aber reichlichst nachgespült werden. Vor allem über den Dampfausgang um wirklich den kessel und nicht nur den Wärmetauscher zu spülen. Hierbei kann es aber bei schon stark verkalkter Maschine sein, dass sich auch später noch Kalkkrümel lösen und zu Verstopfungen führen. Ich frage mich nur bei einer Maschine mit Festwasseranschluss, warum nicht ein Entkalker in der Wasserzufuhr sitzt. Besitzern von Tankmaschinen empfehle ich auch oft Volvic Wasser zu benutzen, da dieses Wasser kaum Kalk enthält.
Kommentar von Karsten Evers am 29. April 2009 um 21:10
Hallo,
1. wo bekommt man denn lebensmittelechtes Silikonöl?
2. Einige Hersteller von Entkalkern setzen diesem Silikonöl als Pflegemittel zu. Macht das Sinn?
Kommentar von Christoph Fertinger am 29. April 2009 um 23:00
Kriegt man i.d.R. im Baumarkt. Das mit dem Entkalkerzusatz hab ich noch nicht gehört. Könnte vielleicht helfen, dass sich die beweglichen Teile nicht festsetzen, aber das wird normalerweise ja so stark verdünnt, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass das einen Effekt hat.
Kommentar von Olaf am 05. Juni 2009 um 21:15
Hallo Christoph, könnte es sein, dass der zu Konzentrierte oder zu lang andauernde Einsatz von Entkalker (Zitronensäure) den Dichtungen Probleme macht? Seit ich heute entkalkt habe, sind die hinteren Anschlüsse des Brühkopfs nicht mehr dicht. Danke für Deine Antwort! Olaf
Kommentar von Christoph Fertinger am 06. Juni 2009 um 16:28
Grundsätzlich können Gummidichtungen auf Dauer schon von Säuren angegriffen werden, aber wenn ich mich richtig erinnere, ist Deine Maschine noch recht neu, oder? Dann ist das doch eher ungewöhnlich, die Dichtungen sollten schon viele Jahre halten und auch gelegentliches Entkalken abkönnen.
Kommentar von Thomas am 04. Juli 2009 um 17:14
Hallo Christoph
An meiner 2-jährigen Domobar inox geht nun das rote Lämpchen nicht mehr an obschon genügend Wasser im Tank. Hab mal aufgemacht und festgestellt. dass das oben am Heizkessel angeschraubte Teil sich leicht zersetzt hat.
Vermutlich handelt es sich da um die Temperatur-Sicherung. Ist das korrekt und wo finde ich das Teil?
Vielen Dank & beste Grüsse aus der Schweiz
Thomas
Kommentar von Christoph Fertinger am 05. Juli 2009 um 22:37
Ich könnte mir vorstellen, das das der Temperaturfühler ist, ist aber aus der Entfernung natürlich schwer zu sagen.
Kommentar von Peter am 08. August 2009 um 19:43
Hi,
tolle Seite die Ihr hier aufgebaut habt.
Ich habe ein älteres Modell der domobar geschenkt bekommen.
Die ist wohl über einige Jahre nicht benutzt worden.
Reicht Entkalken bevor ich mit der Reaktivierung beginne oder muss ich noch etwas anderes berücksichtigen?
MfG Peter
Kommentar von Christoph Fertinger am 09. August 2009 um 22:20
Ja, ich würde auf jeden Fall mal gründlich entkalken und evtl. Rückspülen. Möglicherweise ist auch eine neue Brühkopfdichtung kein Schaden, aber das wird man sehen.
Kommentar von Markus am 16. August 2009 um 22:54
Hallo Christof,
bei meiner Domobar Nero stinkt es seit kurzem verbrannt, wenn ich die Maschine einschalte. Der Gestank wird noch viel stärker, wenn ich Dampf
beziehe um Milch aufzuschäumen. Diese stinkt dann auch noch verbrannt.
Woran liegt das ??
Tolle Seite übrigens, hat mir schon oft weitergeholfen!!!
grüsse Markus
Kommentar von Christoph Fertinger am 17. August 2009 um 12:52
Das ist aus der Entfernung natürlich schwer zu sagen. Es kommt z.B. vor, dass beim Aufschäumen versehentlich Milch in die Dampflanze (oder bis in den Kessel) angesaugt wird, was dann komisch riechen und schmecken kann. Kriegt man beim Entkalken und sehr gründlichem Spülen wieder weg.
Kommentar von Lothar Lewin am 30. Oktober 2009 um 01:21
Für Espressomaschienen mit Festwasseranschluß bekommt man von BRITA-
Professional Filterpatronen mit der Bezeichnung Aqua Quell 06-BC und den
dazugehörigen Anschlußkopf ,den man an die Wasserleitung anschließt,somit läuft das Wasser durch die Patrone und dann in die Maschiene.Habe damit
sehr gute Erfahrung gemacht.
Bei normalen Hausgebrauch hat man garantiert zwei Jahre keine sorgen .
Die Patrone mit Kopf kostet ca.100,00 Euro ,später nur die Patrone ca.
80.00 Euro .
Kommentar von Holger Przybyla am 24. Januar 2010 um 10:10
Hallo Christoph,
auch ich freue mich über die gelungenen Seiten!
Ich habe mein tolles Teil seit einem Jahr und bin überaus zufrieden.
Ich beziehe heisses Wasser via Dampfrohr. Dieses Wasser ist weniger heiss als am Anfang der Maschine. Sicher sollte ich mal entkalken.
Jetzt meine (doofe) Frage: WIe entkalke ich das gute Stück?
Kommentar von Christoph Fertinger am 24. Januar 2010 um 15:03
Ist gar nicht schwer: Einfach beim Entkalken über das Dampfrohr Wasser (also Entkalkerlösung) beziehen, einwirken lassen und das Nachspülen nicht vergessen. Wenn das Entkalken nicht hilft, einfach die Temperatur etwas nachjustieren.
Kommentar von verena am 29. Januar 2010 um 13:12
hallo christoph,
habe da eine allgemeine(re) frage…
habe seit einigen tagen nun eine ecm und es geht um das tägliche “rückspülen” …
in der gebrauchsanweisung steht nun, dass ich zuvor die maschine ausschalten muss (!) und etwa 30 minuten warten sollte (raumtemperatur)… bevor ich sie dann wieder anstelle und aufheizen lassen soll… und erst dann mit blindsieb usw. loslegen darf !? warum denn das ?
habe selbst mal ne kurze zeit in der gastronomie an einem “halbautomaten” gearbeitet… da war von DIESER prozedur so nie die rede… !!??
für ein helfen wäre ich dir sehr dankbar…
lieben gruß – verena
Kommentar von Christoph Fertinger am 29. Januar 2010 um 21:01
Das höre ich auch zum ersten mal und habe das auch noch nie so gemacht.
Kommentar von verena am 30. Januar 2010 um 11:47
hallo christoph,
danke für dein rasches antworten. werde ich – also – auch nicht machen… da ja wirklich kein sinn zu erkennen ist… ;-)
danke uund schönes we – verena
Kommentar von johannes am 29. März 2010 um 20:29
hallo christoph,
vielen dank für die vielen informationen!
ich habe eine allgemeine frage:
auf vielen seiten liest man, dass das entkalken von zweikreisern grundsätzlich in die hände einer fachmännischen werkstatt gehört, sprich boilerkomplettausbau usw.
ist es nun sicher bzw effezient das selbst anzugehen?
(verwende brita wasserfilter, ca. 2-5 bezüge pro tag, normale wasserhärte)
vielen dank im voraus.
johannes
ps: verständnisfrage: würde die entkalkerlösung nur über die brühgruppe bezogen überhaupt im boiler landen bzw muss man brühgruppe einerseits und boilerentleerung über teewasserbezug andererseits separat voneinander vornehmen??
Kommentar von Christoph Fertinger am 30. März 2010 um 11:15
Was Du da schreibst gilt für Zweikreiser, weil es da keinen vernünftigen Weg gibt, die Entkalkerlösung wieder aus dem Kessel zu kriegen. Darum ist es hier meist nötig, ihn zum Entkalken zu zerlegen. Beim Einkreiser läuft das ganz normal: Entkalker in den Tank, so lange Wasser beziehen bis genug Entkalker im Kessel ist, einwirken lassen und hinterher genug Wasser durchlaufen lassen, damit auch wirklich alles wieder draußen ist. Ob man das jeweils über die Dampflanze oder den Brühkopf macht ist egal (auch da sind deine Bedenken nur für Zweikreiser relevant). Am besten abwechseld beides, damit hinterher auch beides kalkfrei ist. Das ist also beim Einkreiser wirklich kein Hexenwerk!
Kommentar von M. da Silva am 29. April 2010 um 14:19
Habe gestern unsere Nero in Hannover bei Händler abgeholt und eine 90 min Einweisung bekommen (wow was für ein Service !).
Als kleine Ergänzung zu dieser super Seite´, habe ich gestern aus der Einführung noch mitbekommen, dass es immanent wichtig ist die Maschine einzuschalten, wenn man die Lanze beim Säubern in einen Behälter mit oder ohne Spülmittel stellt, da bei ausgeschalteter Maschine die jeweilige Flüssigkeit (Spülmittel oder Reste der Milch vom Schäumen) in Richtung des Kessels gezogen werden, was eine riesen Saurerei und eventuell eine gr Reparatur zur Folge hätte. Unter Umständen kann die Milch bis in den Kessel gezogen werden !!!
Kommentar von Christoph Fertinger am 30. April 2010 um 13:34
Ja, das stimmt, Danke für den Hinweis! Wenn die warme Maschine abkühlt, kann die Reinigungsflüssigkeit zurück in die Dampflanze oder sogar bis in den Kessel gezogen werden.
Kommentar von Silvio Szabó am 05. Mai 2010 um 21:35
Hallo,
mein Bezugshebel läßt sich nur noch recht schwer bewegen, trotz Ölung.. . Nun ist mir aufgefallen, dass die messingfarbene Hülse, in der der Bezugshebel eingebettet ist, sich nun nicht mehr wie sonst herausbewegt.. Ich habe mich eh schon immer gefragt, warum diese Hülse immer beim Betätigen ein Stück mitherausrückt.. Ich ibn kein großer Schrauber, aber hilft es vielleicht, den Hebel mal abzumontieren?! Bzw. was kann man tun?! Ich weiß, es ist eine komische Frage…;-)
viele Grüße
Kommentar von Christoph Fertinger am 07. Mai 2010 um 12:23
Ist die Maschine erst kürzlich entkalkt oder Rückgespült worden? Danach geht der Hebel meistens etwas schwer, das gibt sich aber recht schnell wieder (wenn sich etwas Kaffeefett ablagert, wird er quasi automatisch geschmiert). Man kann den Hebel schon mal abmontieren und ihn ein wenig schmieren (Lebensmittelechtes Schmiermittel verwenden!). Wofür die Hüle genau gut ist, weiß ich gerade leider auch nicht genau.
Kommentar von Silvio Szabó am 07. Mai 2010 um 17:09
Ja, tatsächlich; ich habe Sie unmittelbar vorher entfettet und entkalkt.. Klingt ja auch logisch, dass bei diesem Vorgang möglicherweise auch Stellen entfettet werden, die gar nicht entfettet werden sollten!
Vielen Dank für die Hilfe!!
Kommentar von Gabriele Sturm am 04. Juni 2010 um 20:53
Hallo, da bin ich mal wieder. Inzwischen haben wir bei der Nutzung der VBM deutlich an Souveränität hinzugewonnen, und die Kaffeeergebnisse sind meistens recht gut, wobei mir die Kaffeesorte oft wichtiger erscheint als Tampern, Druck, Mahlgrad und was es sonst noch gibt. Oder anders gesagt: wenn ich einen richtig richtig leckeren Kaffee habe, dann gibt’s eigentlich immer einen guten Espresso. Habe ich einen doofen Kaffee, kann ich tampern und mahlen, wie ich will, Crema und Geschmack bleiben dürftig.
Nun meine Frage: ich habe gerade zum ersten Mal entkalkt. Auf meiner Entkakungspulverpackung stand: Pulver in 1,5 l Wasser lösen. Dann jeweils die Menge von 3 Kaffeetassen auslaufen lassen und anschließend 2 Minuten warten, bis die Lösung durchgelaufen ist. (Wobei die VBM sich ja früher abschaltet – ist das dann trockenlaufen????) Anschließend wird das ganze mit 1,5 l klarem Wasser wiederholt. Auf Deiner Seite wird das Entkalken anders beschrieben. Trinke ich jetzt ab morgen Kaffee mit Entkalker???
Diesmal sommerliche Grüße
Gabriele
Kommentar von Christoph Fertinger am 06. Juni 2010 um 00:34
Trockenlaufen heißt, dass im Kessel kein Wasser mehr ist. Genau das wird durch die Abschaltung ja verhindert, es wird also keine Luft angesaugt.
Der einzige unterschied zu einer “normalen” Kaffeemaschine ist, dass der Kessel eben ein recht großes Volumen hat. Man braucht also mehr Entkalkerlösung und muß mit mehr Wasser spülen. Wenn hinterher noch Entkalker drin ist, schmeckt man das ja (sofern es nur – dann schon sehr verdünnte – Zitronensäure ist, ist das kein Drama). Dann einfach nochmal ordentlich Wasser durchlassen.