Pro und Contra

Vibiemme DomobarOb einem die chromlastige E61-Gruppe im Allgemeinen und die Domobar im Besonderen gefällt, ist natürlich Geschmackssache. Unstrittig ist dagegen, daß sich mit der VBM erstklassiger Espresso produzieren läßt! Auch der übersichtliche und grundsolide Aufbau überzeugt. Ein großer Kupferkessel, Kupferrohre und hochwertige Metallflexschläuche garantieren in Verbindung mit der E61-Brühgruppe eine konstante Temperatur. Die ganze Maschine macht einen höchst massiven Einduck, satte 15 Kilo Lebendgewicht sprechen hier eine deutliche Sprache! Wird die Domobar stets entlüftet und gelegentlich entkalkt, ist sie höchstwahrscheinlich nicht tot zu kriegen!

Allerdings scheint „Entgraten“ in Italien ein Fremdwort zu sein, denn viele Teile der VBM haben schlichtweg kriminell scharfe Kanten! Zumindest die, die man regelmäßig in die Hand nimmt, wie der Abtropfbehälter, das Abtropfgitter oder die Tassenauflage, sollten deutlich entschäft werden, sonst sind kleinere Schnittwunden vorprogrammiert!

Pro

  • fairer Preis
  • E61-Brühkopf
  • Chrom-Optik
  • einfache Handhabung
  • massiver Aufbau
  • großer Kupferkessel
  • hohe Dampftemperatur, top Milchschaum
  • Druck und Temperatur leicht einstellbar
  • leichte Wartung und Ersatzteilbeschaffung
  • hoher Wiederverkaufswert
  • last not least: Espressoqualität top

Contra

  • Kanten nicht entgratet
  • wird außen sehr heiß
  • manche Schalter schlecht zugänglich
  • schlechte Bedienungsanleitung
  • die üblichen Nachteile einer Einkreismaschine

Es gibt 32 Kommentare

  1. Kommentar von Sven Dirks am 19. September 2007 um 22:07


    Hallo,

    habe mit der Domobar meine erste „richtige“ Espressomaschine erworben, nachdem ich drei der kleinen Krups-Siebträgermaschinen nach jeweils etwa einem Jahr durch zu viel Gebrauch dahin gemeuchelt habe.

    Mit der Qualität des Kaffees aus der Domobar sind wir absolut glücklich, und mit etwas Training und dem richtigen Gefäß klappt es auch prima mit dem Milchschaum aus der Viererdüse.

    Ich kann die Maschine nur jedem weiter empfehlen, der sich in die Welt des „richtigen“ Kaffees begeben möchte.

    Viele Grüße

    Sven

  2. Kommentar von Ralf am 26. Dezember 2007 um 13:42


    Hallo,
    eine tolle Seite, mit den richtigen Links in die „Kaffeewelt“.
    ich habe mir dieses Jahr einen langersehneten Wunsch erfüllt, mit der vibiemme domobar.
    Danke für Tip den Kaffee von Mirellas Kaffeerösterei.
    Es brauchte noch ein bischen Geduld am Anfang, aber jetzt genießen wir jeden Tag unseren Kaffee.
    Wer Kaffee mag und genießen will, dem empfehle wir eine solche Anschaffung.
    Viele Grüße
    Ralf und Gisela

  3. Kommentar von C. Keiper am 15. Januar 2008 um 23:29


    Tolle Seite.
    Ich habe auch die Domo und es ist ein gute Maschine zu einem fairen Preis. Das mit dem Entgraten stimmt! Wenn die Stiftung Warentest die Maschine mal in die Hand bekommt gibt es dafür bestimmt ein mangelhaft…
    Wie oft entkalken Sie Ihre Maschine bei der Nutzung mit Britta-Filter? Ich mach das einmal im Jahr.
    Viele Grüße

    C. Keiper

  4. Kommentar von Christoph Fertinger am 16. Januar 2008 um 11:30


    Ich bin auch etwas faul: Bei mir sinds ca. 3 mal im Jahr. Einige machen das deutlich öfter, ich bin damit bisher aber ganz gut gefahren.

  5. Kommentar von charcoal am 18. Februar 2008 um 00:57


    …..das mit dem ENTKALKEN ist vom Kalkgehalt im Wasser abhängig und somit regional sehr verschieden in der BRD….
    Angaben wie: 1 mal oder 3x pro Jahr sind ohne Angabe der Gegend bzw. des Härtegrads somit relativ….
    Woher weiß ich MEINE Wasserhärte?–> Die örtlichen Wasserversorger !

  6. Kommentar von Harald Rauck am 07. Mai 2008 um 09:30


    Hallo,
    vielen Dank für die vielen nützlichen Informationen.
    Mein Händler gab mir den Rat, überhaupt nicht zu entkalken. Und wenn, dann alle zwei bis drei Wochen, da beim gelegentlichen entkalken zu große Partikel gelöst werden würden und die „Maschiene“ verstopft.
    Kann das sein?
    Danke
    Gruß
    Harald Rauck

  7. Kommentar von Christoph Fertinger am 07. Mai 2008 um 10:35


    Wenn sich wirklich sehr große Brocken lösen, die dann etwas verstopfen, ist es eher schon zu spät zum entkalken. Abgesehen davon kann es bei einer dicken Kalkschicht auch ohne entkalken passieren, daß sich da was löst. Gar nicht zu Entkalken ist auf Dauer besonders für den Kessel nicht gut und kann auch beim Expansionsventil (das ja einen relativ kleinen Innendurchmesser hat) irgendwann zu Problemen fürhren (siehe unter „Selbsthilfe…“). Ich würde nicht völlig darauf verzichten.

  8. Kommentar von labzkaus am 24. Mai 2008 um 17:26


    Hallo
    und auch von mir erstmal „hut ab“ für die super seite!
    als rookie hab ich doch gleichmal eine frage betreffend den einkreis-suchtessenzherstellautomaten:
    welches sind die oben von dir genannten „üblichen einkreiser-nachteil“?
    danke und weiter so
    gruß aus hamburg

  9. Kommentar von Christoph Fertinger am 24. Mai 2008 um 17:38


    Nachteilig ist v.a. die umständlichere Dampferzeugung (aufheizen, abkühlen, entlüften…). Wenn Du diese Funktion eher selten brauchst, fährst Du mit einem Einkreiser aber eigentlich sogar besser!

  10. Kommentar von volker am 04. Oktober 2008 um 19:06


    Guten Tag,

    ich habe heute mal meine ca. 14 Monate alte Domobar (neu gekauft) geöffnet und einen Riesenschreck bekommen, da oben am Kessel alles verrostet ist. Speziell an einer Verschraubung ist eine Riesenroststelle. Das Rostwasser ist auch am Kessel heruntergelaufen. Ich bin mir sehr sicher, dass ich beim Nachfüllen des Tanks kein Wasser verschüttet habe. Ich werde mich natürlich an meinen Händler wenden, aber kann das normal sein, bei einer so jungen Maschine??
    Gruß

  11. Kommentar von Christoph Fertinger am 05. Oktober 2008 um 00:00


    Das hab ich noch nie gehört. Was genau rostet denn? Bis auf ein paar Muttern etc. ist das Innenleben ja komplett aus Kupfer, das im eigentlichen Sinne ja nicht rosten kann.

  12. Kommentar von Anja M. am 04. März 2009 um 12:50


    Hallo
    Wie muss man sich das mit dem „aussen sehr heiss“ und „manche Schalter schlecht zugänglich“ genau vorstellen? Verbrennt man sich bei normalem Gebrauch dauernd die Finger, weil man an glühendheissen Teilen vorbeihantieren muss? Noch was zum Handling, da ich mich sehr in das Aussehen dieser Maschine verliebt habe, aber auch gerne etwas praktisches habe: Muss man tatsächlich jedes Mal den Deckel oben, auf dem ja die Tassen vorwärmen sollten, abnehmen, wenn man Wasser nachfüllen will? Danke für die Beantwortung dieser eher profanen Benutzerfragen!

  13. Kommentar von Christoph Fertinger am 04. März 2009 um 13:48


    Sehr heiß ist auf jeden Fall die Brühgruppe, da sollte man vorsichtig sein. Das ist aber bei jeder E61 Maschine so, also nichts ungewöhnliches. Nach der Benutzung kann auch die Dampflanze heiß sein, aber das ist ja auch klar. Wie hier auch geschrieben finde ich die Positionierung der Schalter recht unpraktisch, aber ein wirkliches Problem ist das nicht, man gewöhnt sich daran. Zum Tank: Auch das ist bei nahezu allen Maschinen so (Festwasser natürlich ausgenommen). Das ist allerdings nicht schlimm, bei der Vibiemme kann man das komplette Teil inclusive Tassen abnehmen oder nur zur Seite schieben, man muß die Tassen also nicht abräumen o.ä. (das ist bei manchen Maschinen nämlich durchaus der Fall). Das dürfte also das kleinste Problem sein.

  14. Kommentar von Stefan Wimmer am 04. März 2009 um 13:59


    Daß die Brühgruppe heiß wird ist bekannt & wünschenswert und an sich kein Problem (man brennt sich ja auch nicht dauernd am Herd). Und ich verstehe bis jetzt noch immer nicht was an der Positionierung der Schalter unpraktisch ist ;-) Ich habe zumindest bis dato noch keinerlei Probleme damit (Kippschalter) erlebt …

  15. Kommentar von ALEX P am 19. Juli 2009 um 11:27


    Hallo,

    finde Ihre site als sehr professionell und lesefreundlich. Danke…
    Ich habe eine VBM Dual PID bei einem Online Händler bestellt. Diese wurde „nass/feucht“ ausgeliefert. Beim Test wurde offensichtlich der Tank nicht geleert (ca. 1 l Wasser waren im Tank und verstreut)…Das hatte zur Folge, dass die Maschine komplett nass war. Aber noch viel schockierender die sehr mangelhafte Verarbeitungsqualität wurde sichtbar. Rost an der Unterseite des Tankdeckels…..
    Generell ist die Qualität sehr schwach im Vergleich zu Dalla Corte und ECM…billiges duennes Blech nicht doppelt gefalzt, Plastik statt Glas auf den nanometern. Schraubkratzer auf den Muttern usw. Ich habe noch immer keinen Espresso getrunken, aber denke, dass ich die Maschine eintauschen werden.

    Wie sehen Sie als Experte die offensichtlichen Einsparungen bei der Verarbeitung vs anderen Geräten`? Haben Sie so eine Story schon einmal gehört?

    Alex P

  16. Kommentar von Christoph Fertinger am 19. Juli 2009 um 12:05


    Ich würde sie auf jeden Fall umtauschen! Ich schreibe hier zwar auch, dass die Verarbeitung in manchen Punkten nicht ideal ist, aber ich habe ja nur die kleine Domobar, da kann man das verzeihen. Die Dual PID kostet aber rund das zweieinhalbfache, die sollte dann schon in einer anderen Liga spielen (auch bei der Verarbeitung!). Allerdings sind auch die erwähnten Dalla Corte nochmal eine Ecke teurer.
    Gerade sowas wie Rost unter dem Tankdeckel habe ich noch nie gehört. Schließlich ist der aus Edelstahl, da kann das eigentlich ja nicht sein, schon gar nicht bei einer neuen Maschine! Von größeren Problemen mit der Dual PID habe ich noch nicht gehört/gelesen, eher Kleinigkeiten wie es sie bei vergleichbaren Maschinen auch gibt (z.B. der Izzo Alex Dual, die klingt übrigens auch sehr verlockend!). Vielleicht hatten Sie mit Ihrem Gerät auch nur Pech? Gibt es in Ihrer Nähe einen Händler, bei dem man sich die Super mal unverbindlich ansehen kann, um zu checken, ob das ein generelles Problem ist?

  17. Kommentar von Alex am 19. Juli 2009 um 12:35


    So dann will ich hier mal etwas zur Variante „Junior Dual PID“ zum Besten geben:
    Als erstes: Ich bin mit dieser Maschine, die ich erst kürzlich erworben habe, sehr zufrieden. Es gab für mich mehrere wichtige Argumente genau diese Ausführung zu erwerben. Als „Milchmix-Getränke-Trinker“ war für mich der extra Dampfkessel wichtig. Dann gibt es einen passionierten und engagierten Händler in Deutschland (den Namen können Sie bei mir erfragen, sonst heißt es noch ich mache Werbung), der diese Maschine vollisoliert anbietet. Dies reduziert den Energieverbrauch auf ca. die Hälfte und die Maschine wird außen auch nur noch handwarm. Auch ist die Temperaturstabilität des Brühkopfes nochmals besser. Ebenso lässt sich der Dampfboiler extra ein- und ausschalten. Tja, und für eine kleine Küche ist sie auch noch klein genug und die zwei getrennten Kessel kann man im Gegensatz zu einem HX-Zweikreiser selber entkalken. Die Robustheit kann ich nur bestätigen. Ach ja und der PID erleichtert einem Anfänger das Leben ungemein. Besser wird der Espresso dadurch nicht, jedoch findet man schneller die passenden Einstellungen und kann sie sich aufschreiben.
    Nur der Preis ist nicht ganz ohne: 1779 € (inkl. MwSt.). Jedoch bin ich überzeugt, dass ich an diesm Gerät lange eine Freude haben werde.
    Zu den Kippschaltern und der Erreichbarkeit kann ich nur sagen, dass ich mir bei dieser Maschine noch nicht die Hände verbrannt habe und die Schalter gut erreichbar sind.
    Alle Teflondichtungen durch Spezialdichtmasse ausgetauscht, alle Teile auf der Heißwasserseite komplett isoliert, PID super eingebaut –> leicht zugänglich und doch von außen nicht sichtbar. Tankwaage und Brühdruck gut eingestellt. Und wenn man bedenkt, dass die Umbauzeit 6 bis 8 Stunden beträgt ist der Aufschlag von netto 345 € aus meiner Sicht sehr fair. Wenn man sonstige Handwerkerlöhne betrachtet. Aufgrund der Nachfrage ist der Nettopreis von 1495 € auf 1575 € erhöhrt worden. Das halte ich aber immer noch für fair.

    Zur Maschine: Mehrere Bezüge nacheinander sind trotz des kleinen Kessels (0,5l) kein Problem, da der Kessel sehr schnell wieder aufheizt. Der Bezug von Dampf ist trotz des Kessels von nur 0,75l fast pausenlos möglich. Latte Machiatto für mehrere Personen sollte kein Problem darstellen. Die Zweilochdüse hat genau die richtige Größe. Ansonsten, bis auf den PID alles Manuell. Dies war ein Argument für mich. Erstens finde ich, dass es mehr Spaß macht und zweitens kann weniger kaputt gehen. Dies sagt der Elektrotechniker (hihi). Ansonsten: Großer Wasserauffangbehälter, gut zu reinigen, Tassenablage auch ohne Tassenentfernung abnehmbar (vorsichtig), klein, relativ leicht. Innen trotz der beengten Platzverhältnisse gut aufgeräumt und alles robust. Dampfkessel getrennt zuschaltbar. Aufgrund der Isolierung ist die Maschine noch temperaturstabiler, die Aufheizzeit kürzer (20 min, für die Brüheinheit, ca. 5 min für die Dampfentnahme). Nachteilig: etwas schrfe Kanten und Grate an den gebohrten Löchern, dies lässt sich jedoch leicht mit einem Dreikantschber und einem hochwertigen Senker beseitigen. Italienisch halt. Dies ist meiner Meinung nach der einzige Nachteil. Es gibt noch Bercihte im Kaffeenetz, die Probleme mit dem Einersieb haben. Der Händler hat mir jedoch die Zubereitung damit gezeigt und ich kann nur sagen es klappt gut. Ich wiege jedoch auch keine Pulvermenge ab. Ich möchte das alles mit Gefühl erlernen. In Italien habe ich auch noch keinen gesehen, der das Pulver wiegt, die Milchtemperatur mit dem Thermometer mißt, und vielleicht noch die Wassermenge auslitert.

    Für mich kann ich nur sagen, dass der Espresso schon ganz gut wird, das Milschaufschäumen so lala klappt und noch Übung bedarf.

  18. Kommentar von Alex P am 20. August 2009 um 00:23


    Hi,

    habe gerade meine 2. Domobar Dual PID geliefert bekommen und auch die funktioniert nicht. Der Dampfbezug klappt, nicht aber der Kaffee. Der Druck im rechten Nanom. bleibt bei unter 1 und es kommt nur Dampf raus, Der ganze Tankinhalt tropft langsam hinten am Boden (was ist das? Überdruckventil? oder eine Plastikklemme, die man noch freigeben muss?

    Die Beschreibung passt nicht zum Gerät und mir reicht es langsam. Kannst du mir helfen?
    Ich werde das Ding zurücksenden und eine andere Marke nehmen, das ist keine Qualität

    Alex

  19. Kommentar von Christoph Fertinger am 22. August 2009 um 00:22


    Ich kenne mich mit der Dual PID nicht so 100%ig aus, aber normalerweise kommt da Wasser rein und los gehts. Keine Klemmen o.ä..
    Ich versteh Dich, da wäre ich auch sauer…

  20. Kommentar von TomTom am 06. April 2010 um 17:04


    Hallo,

    nach den ersten Wochen mit meiner Vibiemme Inox möchte ich mal ein paar Dinge loswerden:

    1) Ich möchte sie nicht mehr missen.
    2) Die Lage der Schalter und Hebel ist (gerade für einen Linkshänder) nicht praktisch.
    3) Die schlechte Verarbeitung der Edelstahlkanten ist nicht nachvollziehbar.
    4) Beim Eindrehen des Siebträgers in den massiven Brühkopf dellt sich (selbst bei wenig Kraftaufwand) die gesamte vordere Edelstahlplatte ein. Die hätten sie doch was dicker machen können, oder? Ich hoffe nur, das schadet nicht auf die Dauer.
    5) Meine Milch schäume ich wieder – trotz Zweilochdüse – extern mit einem Quirl.

    Tom :-)

  21. Kommentar von michael am 15. Februar 2012 um 23:41


    Hallo tomtom,

    dein Punkt 4 ist mittlerweile ein guter Grund eine Quickmill Eliane zu kaufen, die ist praktisch Baugleich, auch äusserlich sehr ähnlich, ist aber insgesamt sehr viel stabiler und wesentlich besser verarbeitet!!!

    Info: Quickmill ist DER Hersteller für Espressomaschinen-Edelstahlgehäuse der Italiener, weshalb sich auch so manche (ungewollte!?) Ähnlichkeit mit Modellen anderer Hersteller ergibt… ;-)

    Die arbeiten aber sehr viel gewissenhafter als ihre Kunden, z. B. die Verrohrung ist in der Regel dicker und kürzer als beim „Original“, ebenso sind die Kesselwände auch etwas stärker !!!

    Gruß Michael

  22. Kommentar von Jürgen am 29. April 2012 um 15:19


    Hallo Kommunity
    Zuerst: Ich finde diese Seite wirklich super gemacht und heute komplett durchgelesen. Draufgestossen bin ich durch Zufall, da ich ein Ersatzteil für meine Maschine gesucht (und auch gefunden habe).
    Ich habe meine VB nun seit 14 Jahren und sie ist täglich in Betrieb. Meine Erfahrungen sind:
    Die Maschine ist quasi unkaputtbar…in der 14 Jahren ist jetzt einfach die Heizspirale defekt. Der Tausch ist problemlos möglich. Ich betreibe die Maschine mit einem Vorfilter, somit ist Kalk überhaupt kein Thema (Vorfilter mit Harz, das regelmäßig -in meinem Falle reicht das alle 2-3 Jahre mit Salz durchgespült werden muss. Kostet ca. 120€). Ergebnis: Nach den 14 Jahren überhaupt kein Kalk im Kessel, ich war selbst überrascht und habe etwas anderes erwartet. Kann ich also jedem empfehlen, der den Platz dafür findet (steht bei mir unter der Spüle hinterm eingebauten Abfall, ein Platz der in der Regel sowieso nicht genutzt wird).
    ->Voraussetzung ist natürlich, die Maschine dann mit Direktwasseranschluss zu betreiben (Möchte ich auch nicht mehr missen….)
    Zu den genannten Nachteilen:
    – Brühgruppe und Siebträger werden sehr heiss. Für die Bedienung absolut problemlos, Vorsicht ist ev. geboten, wenn kleine Kinder im Haushalt sind. Das dürfte allerdings für die Brühgruppen anderer Hersteller auch gelten. Dafür sind die Tassen auf der Ablage abe auch immer schön warm ( wenn man ein Tuch darüberlegt, noch perfekter!)
    – Entgratung/Verarbeitung: Es stimmt, dass z.Teil etwas scharfkantige Teile dabei sind. Ich habe die entsprechenden Teile (Schublade, Abdecksieb) gleich nach dem Kauf selbst entratet….sollte kein Problem sein, wenngleich das die Aufgabe des Herstellers sein sollte (Italia lässt grüßen)
    – Bedienung ist absolut problemlos und nahezu Wartungsfrei ( Ich spüle immer nach dem Bezug nochmals „leer“ nach und reinige die Dichtung und das Sieb mit der Bürste, mehr ist eigentlich nicht notwendig…)
    – Die Maschine ist mit einer Vibrationspumpe ausgestattet. Die ist -bauartbedingt- etwas laut und ich werde wenn diese mal kaputt ist dann auf eine andere Pumpe umrüsten. Auf das kaputtgehen warte ich jetzt allerdings auch schon seit 10Jahren…aber damit kann man ja gut leben…smile…
    -Der Kaffegeschmack mit der Maschine ist wirklich absolut perfekt. Wenn Mahlgrad/Tempern und Menge passen -gute Kaffeequalität vorausgesetzt- ist ein guter Espresso bald Standard. ( Die Familie u. Nachbarschaft danken es auch schon lange…smile…)
    Alles in allem: Für mich trotz der leichten Verarbeitungsmängel eine Anschaffung, die sich absolut gelohnt hat und die ich nicht mehr missen möchte.
    Deshalb wird jetzt einfach wider instand gesetzt und dann kann der Genuss weitergehen.

    Hoffe, ich konnte einen kurzen Einblick und vielleicht auch eine kleine Entscheidungshilfe geben.
    Wahrscheinlich war´s wohl zu viel Text….
    Allen viel Spaß und „always a perfect cup of coffee“!!!

  23. Kommentar von Esteban am 19. Juni 2012 um 16:48


    danke für die page!
    und viele grüße an alle begeisterten domobarista da draussen!
    … ich mach mir jetzt mal einen espresso…
    esteban

    (im besitz einer vibiemme domobar nero – lamborghini edition – mit den klassischen druckknöpfen)

  24. Kommentar von Renner Thorsten am 19. März 2013 um 12:25


    Hallo,

    habe soeben meine Domobar erhalten. Ich habe die Bedienanleitung genauestens gelesen, fand aber bisher noch nicht heraus für was die beiden Kippschalter links unten an der Maschine sind.
    Kann mir vielleicht jemand sagen für was diese Schalter sind, benötigt man diese zur Kaffee/ Espressozubereitung?
    Kann ich was kaputt machen?
    Und wie entlüftet man das Teil korrekt?

    Vielen Dank für Eure Antworten.

  25. Kommentar von Christoph Fertinger am 19. März 2013 um 13:23


    Das steht alles hier bzw hier. Falls etwas unklar ist, einfach nochmal fragen!

  26. Kommentar von Michi H. am 27. Januar 2014 um 17:57


    Ich hätte eine Frage zum Material des Kessels.
    Einige Hersteller verwenden Kupfer (wie die Domobar) für den Kessel, andere Aluminium, Messing oder Edelstahl.

    Das Aluminium absolut ungesund ist, ist klar, aber hat man sich schon mal Gedanken über die anderen Materialien Gedanken gemacht?
    Wie sieht es mit Kupfer z.B. aus?
    Hat man schon mal Wasserproben von Espressomaschinen entnommen und nach diversen metallischen Rückständen untersucht?

    Danke und Grüße aus München
    Michi H.

  27. Kommentar von Christoph Fertinger am 27. Januar 2014 um 19:00


    Aus thermischen Gründen sind v.a. Alu und Edelstahl nicht so toll, und bei Messing wäre was eine potentielle Abgabe an das Wasser angeht ja auch nix gewonnen. Eine solche Untersuchung ist mir nicht bekannt, wäre aber sicher mal interessant!
    Andererseits ist Kupfer in den Mengen, die zu erwarten sind, auch nicht so tragisch. V.a. ist es ja auch in vielen Häusern als Wasserleitung verbaut, dort braucht man sich über das Kupfer aus der Kaffeemaschine ohnehin nicht den Kopf zu zerbrechen…

  28. Kommentar von Gernot am 05. Juni 2014 um 19:10


    Kupfer ist dann problematisch, wenn das Wasser sehr weich ist – also meines Wissens unter 8 °dH hat. Eine Kupfer-Dosis von <1mg/L gelten als ungefährlich. Durch Kupferrohrleitungen und zu weichem Wasser kann besonders bei Kindern frühkindliche Leberzirrhose entstehen. Die gute Nachricht – Kinder sollten ohnehin keinen Kaffee trinken und auch Erwachsene werden schwer eine tägliche Dosis Espresso trinken um hier Gefahr zu laufen, gerade am Kupfer zu sterben. Eventuell die Wasserhärte nicht zu stark herabsetzen, auch wenn es dafür öfter entkalken heißt.
    Ich habe gerade noch folgenden Link gefunden: http://www.lenntech.de/element-und-wasser/kupfer-und-wasser.htm
    LG, Gernot (Wien)

  29. Kommentar von Sisyphos am 24. April 2015 um 15:10


    Nach Vorführung in einem Geschäft hat mir die Vibiemme Domobar einen recht guten Eindruck hinterlassen. Auch die Recherche hier hinterlässst bei mir einen guten Eindrucl. Ich habe jetzt eigentlich nur zwei Fragen:
    – Die Verkäuferin hob die recht kurze (klar, immer relativ) Aufheizeit hervor; kommt man (mit Leerbezug) alles in allen mit 20 Minuten für einen Espresso morgens hin?
    – Leider konnte ich bislang keine Infos zur Bleiabgabe der Maschine finden. Man findet im Netz auch bei Maschinen, die einen Kupferkessel haben, mitunter abenteuerlicher Werte. Gibt es Erkenntisse/Veröffentlichungen über diese Maschine?
    Gruß, Sisyphos

  30. Kommentar von Christoph Fertinger am 27. April 2015 um 18:22


    man geht von 20-30 Min aus, wobei die Maschine natürlich schneller heiß genug ist, um schon mal einen schnellen Kaffee zu ziehen. Das ist die Zeit bis die Maschine durchgewärmt ist und man das optimale Ergebnis erzielt. Im Zweifelsfall einfach eine Zeitschaltuhr davor hängen!
    Zur Bleiabgabe habe ich leider keine Informationen.

  31. Kommentar von Florian am 01. Oktober 2015 um 00:35


    Hallo,
    ich bin seit einem halben Jahr Besitzer einer Lelit pl41, einer Einsteigermaschine – und bin sehr zufrieden damit.
    Trotzdem denke ich über ein Upgrade auf eine E61 Gruppe nach und zwar aus folgenden Gründen:
    die Chance zu erhöhen, mehr reproduzierbare sehr gute Ergebnisse zu erhalten. Mir gelingen zwar kaum noch „richtig schlechte“ Bezüge, aber immer wieder nicht optimale.
    Zum anderen trinke ich öfter auch alleine einen Espresso, mit dem Einersieb der Lelit allerdings ein Ding der Unmöglichkeit. Das bedeutet hin und wieder, Zweiersieb nehmen und einen Bezug vernichten. Auf Dauer ist der Rohstoff Kaffee dafür aber zu wertvoll.
    Die Frage: Lohnt sich das Upgrade aus diesen Gründen? Oder steht das Problem eher vor der Maschine?
    Und: was ist mit der Verarbeitung, verschlechtere ich mich hier am Ende? Die Lelit ist nämlich wirklich sehr solide verarbeitet.
    Vielen Dank für einen Tipp,
    Florian

  32. Kommentar von Christoph Fertinger am 02. Oktober 2015 um 19:53


    Ich kenne die Lelit leider nicht aus persönlicher Erfahrung, daher kann ich die Verarbeitung schlecht vergleichen. Am besten mal live beim Händler anschauen!
    Auch mit dem Vergleich der Espressoqualität tu ich mich daher schwer. Hat die Mühle einen Timer? Da würde ich am ehesten ansetzen, dann landet zumindest immer gleich viel Pulver im Siebträger und eine wichtige Variable ist weg. Ich denke schon, dass der Espresso einen Tick besser wird, ob die Bezüge auch konstanter werden, kann ich schwer sagen. Was evtl. ein bisschen hilft, ist die gut durchgewärmte Brühgruppe (falls es eine mit PID werden soll, ist das Thema Temperatur sowieso gelöst).
    Schwankungen habe ich aber durchaus auch, trotz viel Übung!

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