Faema E61-Brühgruppe

E61 BrühgruppeErnesto Valente, einer der Gründer von VBM, revolutionierte 1961 (damals noch in Diensten der Firma Faema) mit seinem Modell E61 die Espressozubereitung. Die E61 war die erste Zweikreismaschine mit Rotationspumpe und Wärmetauscher. Die patentierte Brühgruppe löste in der Folge die bis dahin üblichen Handhebelmaschinen ab und erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Das augenscheinlichste Merkmal der E61-Brühgruppe ist der UFO-artige Brühkopf mit dem Hebel für den Dreiwege-Hahn. Die größten Innovationen befinden sich aber unter der Haube:

Vorbrühen (Preinfusion)

E61 Zeichnung PatentEntscheidend für die konstant gute Espressoqualität ist eine Mechanik im E61-Brühkopf, die ein Vorbrühen des Kaffeepulvers gewährleistet. Bevor das Wasser mit Maximaldruck durch das Pulver gedrückt wird, wird das Kaffeemehl kurz bei niedrigem Druck angefeuchtet und hat Zeit, etwas aufzuquellen. Aromastoffe können dadurch besser extrahiert werden. Die Vorbrühphase lässt sich auch am Manometer beobachten: Wenn man den Kaffeebezug startet, verharrt der Zeiger erst einige Sekunden bei niedrigerem Druck (etwa 3 – 4 bar), bevor sich der endgültige Brühdruck aufbaut.

  • Funktionsweise der Preinfusionsmechanik bei E61 Espressomaschinen

Die Funktionsweise dieser Mechanik habe ich in den folgenden schematischen Querschnittzeichnungen durch den Brühkopf veranschaulicht. Man muss dabei zwei Dinge beachten: Erstens ist der Weg zum Siebträger immer (!) offen, zweitens werden alle eingezeichneten Ventile – sofern sie nicht durch Wasserdruck oder Umlegen des Bezugshebels offen gehalten werden – durch Federn zugedrückt. Der besseren Übersichtlichkeit wegen habe ich die Federn und den Siebträger, der natürlich eingespannt sein muss, nicht mit eingezeichnet.

E61 Schema 1: aus E61 Schema 2: Brühvorgang startet E61 Schema 3: Preinfusion E61 Schema 4: Brühphase

Bild 1: Der Bezugshebel ist unten, die Pumpe läuft nicht. In dieser Position werden das Preinfusionsventil und das Auslassventil offengehalten. Dadurch ist der Weg nach unten frei, sollte sich also noch Wasser im Brühkopf befinden, wird es in die Abtropfschale abgelassen.

Bild 2: Legt man den Hebel nach oben um, können sich Preinfusions- und Auslassventil wieder schließen, statt dessen wird jetzt das Einlassventil offengehalten. Die Pumpe läuft und füllt die Brühkammer mit Wasser. Wenn letzteres das Kaffeepulver erreicht, beginnt der Druckaufbau.

Bild 3: Erreicht der Druck etwa 3 – 4 bar, beginnt die Preinfusionsphase. Der Wasserdruck in der Brühkammer sorgt nämlich dafür, dass das Preinfusionsventil aufgedrückt wird. Dadurch füllt das nachgepumpte Wasser jetzt die Preinfusionskammer. Folglich steigt der Druck erstmal nicht weiter an, sondern verharrt bei besagten 3 – 4 bar.

Bild 4: Erst wenn die Preinfusionskammer restlos gefüllt ist, kann die Pumpe den vollen Brühdruck aufbauen. Legt man den Hebel zum Beenden des Bezugs wieder nach unten, sind wir quasi wieder bei Bild 1: Pumpe aus – Einlassventil zu – Preinfusions- und Auslassventil auf – Wasser wird nach unten in die Abtropfschale abgelassen.

Hinweis: Die original Patentschrift von Ernesto Valente für die Faema E61 Brühgruppe (Patentnummer US3230974) kann man hier als Pdf einsehen.

Thermosyphon

Der Brühkopf wird durch ein ausgeklügeltes Thermosyphonsystem ständig von heißem Wasser durchströmt und dadurch auf Temperatur gehalten. Die Funktionsweise ist genial einfach: Kaltes Wasser hat eine höhere Dichte und ist damit schwerer als heißes. Da der Kessel tiefer liegt als der Brühkopf, steigt das erhitzte Wasser durch das Leitungssystem zu letzterem auf, während kühleres vom Brühkopf in den Wärmetauscher zurückläuft.

Dieses System birgt allerdings auch einen Nachteil, von dem besonders frühe E61-Modelle betroffen waren: Bei Zweikreisern hat der Kessel ja immer Dampftemperatur. Wird die Maschine längere Zeit nicht benutzt, verliert der Brühkopf zu wenig Wärme an die Umgebung und das Wasser im Thermosyphonsystem erreicht annähernd Kesseltemperatur. Der Brühkopf überhitzt also! Ein Leerbezug nach längerem Stillstand kann das Problem lindern. In aktuellen Maschinen wird die Fließgeschwindigkeit im Umlauf reduziert, um dem Brühkopf bzw. dem Wasser darin Zeit zu geben, sich ausreichend abzukühlen. Einkreiser sind von diesem Problem ohnehin nicht betroffen!

Technisches

Es gibt 83 Kommentare

  1. Kommentar von Geert Karnick am 07. September 2008 um 09:36


    Hallo, vielen Dank für die gelungene Seite. Sie hat mir schon sehr geholfen. Ich habe aber auch bei der Domobar, zwei Jahre alt, das Problem, dass die Brühgruppe zu heiß wird bei längerem Stehen. Zu sehen ist das dann an der dunkelbraunen Crema, zu schmecken an dem bitteren Geschmack. Meine Frage also, wie kann ich die Fließgeschwindigkeit im Brühkopf reduzieren, um seine Temperatur zu senken? Vielen Dank für einen Hinweis.

    Geert Karnick

  2. Kommentar von Christoph Fertinger am 07. September 2008 um 12:02


    Haben sie den Ein- oder den Zweikreiser? Bei letzterem kann es durchaus sein, dass man hin und wieder einen Leerbezug machen muss, das ist bei den meisten Zweikreisern so. Bei der kleinen Domobar würde ich eher tippen, dass die Maschine grundsätzlich zu heiß eingestellt ist. Normalerweise ist eher der umgekehrte Fall üblich, da sich der Kopf nach einigen Jahren mit Kalk zusetzt. Die Fließgeschwindigkeit zu reduzieren ist mit Hausmitteln kaum machbar. Bei einigen Gastro-Maschinen gibt es dafür eine einstellbare Reduzierschraube, bei Haushaltsmaschinen leider nicht.

  3. Kommentar von Geert Karnick am 07. September 2008 um 12:34


    Danke für die schnelle Antwort.
    Ich habe einen Einkreiser. Die Temperatur an der Brühgruppenflansch, dort, wo das heiß Wasser in den Thermosyphon eintritt, liegt zwischen 118°C und 128°C. Die Verstellung des Thermostats hat keinen Einfluss auf die Temperatur.
    Direkt auf dem Kessel und im Kesselrohr für den Temeraturfühler habe ich immer Temperaturen jenseits der 130°C. Weiter misst mein Thermometer nicht. Scheinbar ist das Thermostat kaputt.
    Sollte die Temperatur im/am Kessel nicht ca. 106°C betragen und der Kesseldruck dementsprechend 1,5 bar? Ich habe, wie gesagt, eine Temperatur > 130°C und einen Kesseldruck von 4 – 4,5 bar.
    Rätst Du mir zu einem neuen Thermostat und wenn ja, zu welchem?
    Es werden ja die PID-Thermostate intensiv diskutiert. Kennst Du da einen Typ und eine Bezugsquelle?
    Vielen Dank für Deine Hilfe.

    Geert

  4. Kommentar von Christoph Fertinger am 07. September 2008 um 12:49


    Auf den Keseldruck würde ich mich nicht unbedingt verlassen, so genau ist das Manometer nicht, gerade bei 1,5 bar. Auf jeden Fall sollte sich die Temperatur schon bei einer viertel Umdrehung an der Schraube sehr deutlich ändern, die ist wirklich sehr empfindlich! Das scheint wirklich am Thermostaten zu liegen! Die Diskussion über PIDs habe ich verfolgt, aber bisher habe ich das für mich noch nicht in Betracht gezogen. Daher bin ich da nicht ganz auf dem Laufenden. Händler gibts per Mail!

  5. Kommentar von Geert Karnick am 07. September 2008 um 19:06


    Vielen Dank für die Infos. Ich habe den Thermostat jetzt bei emt bestellt. Der ist nicht zu weit weg, wirkt am Telefon kompetent und kann ggf. auch mal „Hand anlegen“.

  6. Kommentar von Sebastian Röhl am 28. Mai 2009 um 14:14


    Hallo,
    ich mache bei meiner VBM Domobar Nero folgende Beobachtung: Wenn ich einen Leerbezug über die Brühgruppe mache, egal ob mit oder ohne Siebträger, so baut sich ein Druck von ca. 4 bar auf, der allerdings nicht entsteht, wenn ich über den Heißwasserarm beziehe. Liegt das an der Bauweise der E61-Gruppe oder ist etwas defekt/verschmutzt? Die Maschine ist 4 Monate alt, unser Wasser ist superweich…
    Herzlichen Dank für eine Antwort und die tolle Seite
    Sebastian

  7. Kommentar von Christoph Fertinger am 28. Mai 2009 um 18:42


    Das ist völlig normal: Beim Kaffeebezug gibt es die typische Preinfusionsphase zum Vorbrühen bei niedrigerem Druck. Die gibt es beim Heißwasser natürlich nicht. Also alles ok so!

  8. Kommentar von Fabian Morawetz am 12. Oktober 2009 um 14:37


    Ist es richtig das das Bauteil 49 auf der Explosionszeichnung für die „Super“ das Ventiel ist an dem man den Druck einstellt?Dann habe ich ein Problem.Meine Maschine steckt nämlich in einem schwarzen Gehäuse.Und ich hab keine Ahnung wie ich an diese Schraube ran komme.Kann mir bitte jemand helfen?!?

  9. Kommentar von Christoph Fertinger am 13. Oktober 2009 um 21:01


    Ja, richtig. Ist das Öffnen bei der Super so schwierig? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht!

  10. Kommentar von max am 14. Oktober 2009 um 19:47


    Hallo Christoph,
    Bei meiner Junior hat sich von gestern auf heute der Vorbrühdruck verändert: war er gestern noch bei 4 bar bleibt er heut bei unter 3 bar. Danach baut sich der gewohnte (9,5) Druck auf. Was ist passiert?
    Gruß
    Max

  11. Kommentar von Christoph Fertinger am 15. Oktober 2009 um 15:44


    Puh, das habe ich ehrlich gesagt noch nie gehört und bin leider gerade etwas ratlos. Eigentlich ist der Druck bei der Preinfusion ja gar nicht verstellbar! Aber vielleicht liest das hier ja jemand, der sich mit dem Problem auskennt?

  12. Kommentar von verena am 08. Januar 2010 um 15:28


    hallo christoph,

    habe gerade die qual der wahl !? domobar super oder doch eine ECM-maschine ?
    möchte mich auch nicht allzu dumm anstellen (0 ahnung von physik, chemie etc.), habe da aber – trotz dass du das mit dem thermosyphon ja bereits ein wenig erläutert hast…! – noch eine (verständnis-)frage…soll heißen: ich weiß nicht wirklich weiter !!!

    die domobar super hat doch ein „reines“, klassisches 2-kesselsystem, während die ECM-maschinen (so etwa auf baresta.de o.ä.) eigentlich alle mit – neuen – thermosyphon-systemen ausgestattet sind!?

    bei etwa gleichem preis… spricht jetzt eigentlich „WAS“ dann doch irgendwie eher für das eine oder das andere?
    auf entsprechenden seiten ist stets zu lesen, dass das thermosyphon-system das neuere, das bessere (!?) sei … abgesehen von deiner erläuterung (wasser am brühkopf kann zu heiß werden…kaffee könnte überextrahieren) … gibt es noch andere nachteile oder vielleicht aber auch vorteile, die gegen/für thermosyphon sprechen ???

    bin sowohl espresso als auch milchschaum VIEL-trinker … das aber nur als zusatzinfo.

    vielen dank für deine hilfe…

    lieben gruß, verena

  13. Kommentar von verena am 08. Januar 2010 um 15:39


    nochmal ich…

    kleiner nachtrag…: ich meine die „domobar-super-pid“, die als „klassische“ 2-kessel-maschine zu kaufen ist … und NICHT die domobar-super, die ja glaube ich nur 1nen kessel hat !?

    danke !!!!!!!!!

  14. Kommentar von Christoph Fertinger am 10. Januar 2010 um 20:46


    Umgekehrt, die Dualboilermaschinen sind die neueren und besseren (auch die mit PID ist ja eine)! Es gibt bei der Super beides zu kaufen.
    Die beiden Kessel sind dort oft getrennt einstellbar und i.d.R. kann man den Dampkessel auch abschalten wenn er nicht benötigt wird. Das genannte Überhitzungsproblem gibt es auch nicht. Leider sind die Dualboilermaschinen auch ein Stück teurer.

  15. Kommentar von Klaus am 06. November 2010 um 19:44


    Hallo Christoph,

    bei meiner Domobar ist der Ansaug- und der Rücklaufschlauch schon deutlich verkalkt / verschmutzt.
    Kann ich die Schläuche ohne viel Aufwand aus der Maschine ausbauen und reinigen?
    Bringt das Entkalken der gesamten Maschine auch einen Reinigungseffekt für die Schläuche (Rücklauf?)

  16. Kommentar von Christoph Fertinger am 07. November 2010 um 20:21


    Theoretisch werden die Schläuche schon gereinigt bzw. entkalkt., die Erfahrung zeigt aber, dass das meist nicht besonders gut funktioniert. Ein- und ausbauen ist kein Problem, daher kann man auch überlegen, sie von Zeit zu Zeit einfach gegen neue zu tauschen.

  17. Kommentar von Hässig kurt am 27. März 2011 um 11:01


    Guten Tag. Vielen Dank für diese informative Seite! Ich habe ein Problem mit meiner 3jährigen Domobar. Sie heizt nicht mehr. Strom, Anschlüsse etc habe ich kontrolliert. Das Problem liegt wohl beim Kessel selber. Was würden Sie mir empfehlen?

  18. Kommentar von Christoph Fertinger am 29. März 2011 um 11:52


    Puh, das kann ein Kontaktproblem sein, ein defekter Thermostat, ein kaputter Heizstab… Springt die Pumpe denn noch an?

  19. Kommentar von Reto am 16. Mai 2011 um 14:33


    Laut unten genannter Quelle hat die Domobar KEINE E61 Brühgruppe! Wer hat denn nun recht?

    http://www.macatec-shop.de/product_info.php?info=p19_Vibiemme-Domobar-Nero.html

  20. Kommentar von Christoph Fertinger am 18. Mai 2011 um 12:10


    Ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht. Das höre ich zum ersten mal. Allerdings sind die original E61er auch Zweikreiser, da läuft manches zwangsläufig etwas anders. Das ist wohl auch eine Definitionsfrage…

  21. Kommentar von buchheim am 30. September 2011 um 12:59


    Guten Tag Herr Fertinger,
    wie auch alle meine Vorredner möchte ich mich ertsmal bei Ihnen für die tolle Seite bedanken, die letztlich sogar dazu geführt hat, dass ich mir vor kurzem eine Domobar Inox zugelegt habe (anstatt einer Bezzera BZ09).

    Allerdings zeigt meine Domobar ein seltsames Phänomen, dessen Erklärung ich mir von Ihnen erhoffe:

    Meine Domobar erreicht beim Espressodurchlauf immer nur einen Druck von knapp unter 4 bar. Dementsprechend schmeckt der Espresso logischerweise „lahm“ und an Crema ist nicht zu denken. Komischerweise geht sie sofort auf die korrekten 12 bar hoch, sobald ich mit dem Durchlauf aufhöre und den Hebel nach unten schwenke…

    Lasse ich hingegen das Wasser gegen das Blindsieb pressen, dann tut die Domobar genau das, was sie auch soll – sie liegt 1-2 Sekunden bei 4 bar und geht dann auf 12 bar hoch!

    Können Sie sich das erklären? Mache ich vielleicht was falsch?

    Ganz herzlichen Dank für eine Antwort
    und beste Grüße aus Berlin

  22. Kommentar von Hans Fischer am 15. Oktober 2011 um 21:37


    Hallo Herr Fertinger,
    ich habe die Explosionszeichnungen zwar angesehen, komme aber trotzdem nicht dahinter, was genau der Unterschied zwischen den beiden Hebelstellungen „mittig“ und „unten“ am Brühkopf ist. „Unten“ bewirkt, daß irgendwelcher Druck abgelassen wird. Von wo? (der Kesseldruck bleibt ja bestehen). Welche Stellung ist als Ruhestellung vorgesehen?
    Gruß Hans Fischer

  23. Kommentar von Christoph Fertinger am 16. Oktober 2011 um 18:47


    Das liegt 100%ig am zu groben Mahlgrad (oder der zu geringen Kaffeeemenge)!

  24. Kommentar von Christoph Fertinger am 02. November 2011 um 20:50


    Die „Normalstellung“ (=aus) ist unten. Dann wird der Druck aus dem Brühkopf abgelassen. Das passiert in der Mittelstellung nicht, das ist der einzige Unterschied.

  25. Kommentar von Michael am 24. Januar 2012 um 00:02


    der optimale Mahlgrad fühlt sich „sandig“ zwischen den Fingern an – Korngrösse zwischen Staub und < 1 mm :-)

    Illy sagt: optimaler Anpressdruck = 20Kg !? :-o

    ich hab's bei mir noch nicht nach gemessen, aber mein Kaffeemehl fällt nicht aus dem Siebträger, wenn ich ihn umdrehe und losen Kaffee abschüttele!

    Verspiegeln ist auch nicht ganz wirkungslos (den Stopfer nach dem Pressen mit leichtem Druck 2-3 mal hinundher drehen) ;-)

    DIE E61 (manuell) gibt es nur von Faema (da von denen 1961 gebastelt) !
    alles andere ist (wie bei IBM kompatiblen PCs) irgendwie nach gebaut, der Kopf ist rund oder eckig, die Ventilstössel sind in Länge und Form nicht identisch, sie wird mit fester oder getrennter Trompete gebaut, die Schlüsselweiten und Gewinde sind unterschiedlich, ebenso die Thermosiphon-Bohrungen, Siebträger und Dichtungen sind nicht (unbedingt) wahlweise, die Befestigungsbohrungen sitzen anders…

    aber alles nennt sich E61 Brühgruppe :-]

    wesentlich ist die Funktionsweise (3-Ventiler mit Thermosiphon), das Material (Messing) und die ungefähren Masse.

    Bella Italia… :-D

  26. Kommentar von Moritz am 05. Februar 2012 um 10:41


    Hallo,

    ich besitze eine Domobar Nero. Sie ist etwa 12 Jahre alt, ich hab sie aber erst 2. Der Espresso ist super, ich habe aber von Zeit zu Zeit das Problem, dass in der Hebelendposition der Druck nicht abgelassen wird (derzeit mal wieder). Da der Espresso trotzdem schmeckt ist es nicht sooo dringlich der Sache auf die Spur zu kommen, aber irgendwie stört es mich doch.
    Das Problem hatte ich immer mal wieder, und zwischendurch geht es dann immer wieder. Ich hab da so eine Vermutung, dass man vielleicht mal irgendwelche Teile schmieren sollte?? Wüsste jetzt aber nicht so genau wo man welches Öl hintun sollte?
    Vielleicht ist es ja aber auch etwas anderes, ich bin für Lösungsvorschläge dankbar.

    Gruß
    Moritz

  27. Kommentar von Christoph Fertinger am 07. Februar 2012 um 18:58


    Schmieren kann man das Innenleben z.B. indem man die kleine Inbusschraube vorne auf dem Brühkopf öffnet, und mit einem Holzspieß o.ä. einen Tropfen (lebensmittelechtes!) Öl reingibt. Mechanische Probleme sind erfahrungsgemäß eher selten. Meistens ist das Ding nur verdreckt, oder ein Kalkbrocken hat sich gelöst und sorgt für Ärger. Entkalken hilft da oft schon!

  28. Kommentar von michael am 15. Februar 2012 um 22:57


    Es können sich auch eingelaufene Messingteile (Ventilstössel, Ventile…) verkanten – nach 12 Jahren leicht möglich, je nach voran gegangener Wartung :-)

    Kaffeefett reicht zur Schmierung nicht wirklich aus.

  29. Kommentar von michael am 17. Februar 2012 um 13:57


    Und… wie hier an anderer Stelle bereits erwähnt, es ist besser Silikon-Fett anstatt Silikon-Öl zu nehmen – es hält wesentlich länger!!!
    Es muss temperaturbeständig (bis min. 150° ) und lebensmittelecht!!!

  30. Kommentar von Bert am 28. Februar 2012 um 13:31


    Hallo zusammen,
    ich habe seit ca. einem Monat eine neue domobar inox, bin zufrieden, bei der Kaffeequalität sicher noch ein gutes Stück vom Optimum entfernt und habe folgende Frage: Ich habe gleich am Anfang den Brühdruck von 12 auf 10 bar (am Manometer) reduziert. Hat alles bestens funktioniert, Preinfusion mit genau 4 bar… Jetzt, seit einer Woche liegt der Preinfusionsdruck bei genau 3 bar an und steigt dann nach dem Vorbrühen normal bis auf 10 bar an.
    Mich würde interessieren ob jemand schon mal ähnliches an seiner Domobar beobachtet hat und was da technisch dahintersteckt. Ich könnte am Kaffeegeschmack nicht sagen, dass das einen Unterschied macht, bin aber am überlegen ob der Preinfusionsdruck in der nächsten Zeit noch einmal fallen könnte…Vielen Dank schonmal, Bert

  31. Kommentar von michael (Kompetenz) am 28. Februar 2012 um 17:26


    wenn ich mir so manchen Kommentar oder Frage ansehe, frage ich mich ernsthaft, ist es wirklich wichtig und gut im Internet Alles zu diskutieren und preiszugeben…?

    Manche Menschen haben anscheinend nichts besseres zu tun, als ständig ohne Fachwissen an irgend etwas herumzuschrauben oder zu verändern, nur weil sie im Netz fundiertes Halbwissen von Peudo-Fachleuten vernommen haben!

    Diesen Menschen wünsche ich viel Spaß beim Kaputtspielen und eine utopische Wiederherstellungsrechnung!

    @Bert:
    welcher „Fachmann“ hat dir denn geraten, den „bewußt“ voreingestellten Überdruck bei der nagelneuen Maschine sofort zu verändern – oder bist Du gar selbst Techniker mit Erfahrung an Siebträgermaschinen?

    sowas hat meistens einen Sinn, man könnte unterstellen, daß sich auch eine Espressomaschine einlaufen muss !!!

    Und daß der Kunde zu viel und falsch irgendwo herumschraubt und dann das Produkt für Fehlverhalten oder gar Versagen verantwortlich macht!

    Grüße vom Espressomaschinen-Techniker

    @Christoph:
    Du kannst beruhigt sein, das war mein letzter Eintrag hier, bei so vielen Fachleuten und Koryphäen im Internet kann ich mich getrost zurück lehnen und auf die Tränen warten…

    ps: sollte ich mal eine chemische Frage haben werde ich mich an dich wenden, da ich weiss daß Du da tatsächlich Fachmann bist.

  32. Kommentar von Christoph Fertinger am 28. Februar 2012 um 22:11


    @Bert:
    Ehrlich gesagt habe ich nie auf den Preinfusionsdruck geachtet. Ich kann mir schon vorstellen, dass da kleinere Veränderungen möglich sind, aber die Auswirkungen im Geschmack dürften doch eher überschaubar sein. Er lässt sich auch nicht ohne weiteres korrigieren, daher würde ich mir darüber nicht weiter Gedanken machen.

  33. Kommentar von VBM-Thom am 24. September 2012 um 11:42


    Lieber Christoph,

    Vielen Dank für die perfekte Seite – nach etlichen Jahren ungetrübtem Espresso und Milchkaffeegenuss hat sich nun unsere 15 Jahre alte EinkreisVBM gemeldet.
    Im „wiesn-fieber“ auf dem Weg zum Oktoberfest hatten wir vergessen, die Maschine auszuschalten. Jetzt ist unsere VBM zurecht etwas sauer. Es geht leider das Lämpchen (heizkontrolle) nicht mehr aus. Die Maschine heizt, Pumpe geht auch, doch Dampfbezug ist nicht möglich. Was könnte das denn nun sein? Freue mich auf Tipps und etwaige Ersatzteilbezugsquellen, danke im Voraus und beste Grüße aus München, VBM-Thom

  34. Kommentar von Christoph Fertinger am 24. September 2012 um 12:21


    Das ist aus der Entfernung natürlich schwer zu beurteilen, aber es klingt, als wäre der Thermostat im Eimer.

  35. Kommentar von VBM-Thom am 27. September 2012 um 13:23


    Lieber Christoph,
    vielen Dank nochmals für Deine Unterstützung mit umfasssender Linkliste.
    Habe gerade nach Ferndiagnose durch einen netten Mitarbeiter von Espressomaschinendoktor einen Thermostaten mit Thermostatkapillar bestellt. Nach dessen Info ist durch den unbeabsichtigten Dauerbetrieb der Kessel trockengelaufen und überhitzt und damit das Themostatkapillar ausgebrannt.
    Wenn ich das Thermostat erhalten und eingebaut habe, gebe ich gerne wieder Feedback für alle Forumsfreunde und VBM-Freunde,
    Viele Grüße,
    VBM-Thom

  36. Kommentar von Alexandra von Bassen am 24. September 2013 um 18:29


    Lieber Christoph Fertinger,
    zunächst einmal herzlichen Dank für Ihre informative Seite.
    Vielleicht können Sie mir auch weiterhelfen. Ich habe mir vor Kurzem eine Faema Carisma S1 in Italien gekauft (Brühgruppe Faema E61). Leider erzeugt meine Maschine einen maximalen Druck von 1 Bar (also keine Crema etc.). Die Maschine ist neu. Woran kann das denn liegen? Vorab vielen herzlichen Dank und beste Grüße
    Alexandra von Bassen

  37. Kommentar von Christoph Fertinger am 25. September 2013 um 20:24


    Ich würde mal versuchen, den Heißwasserbezug anzuschalten, aber das zugehörige Ventil nicht zu öffnen. Dann sollte das Manometer eigentlich den vollen Druck anzeigen, sofern die Pumpe funktioniert.
    Ansonsten könnte es auch daran liegen:
    http://www.domobarista.de/faq#wenigdruck

  38. Kommentar von Alexandra von Bassen am 28. September 2013 um 21:00


    Lieber Christoph Fertinger,
    vielen herzlichen Dank für die Antwort. Leider kann ich den Heißwasserbezug nur anschalten, indem ich das Ventil öffne. Kaffee (verschiedene Sorten) habe ich schon in allen Konsistenzen und Mengen gemahlen, aber die Maschine baut einfach nicht genügend Druck auf.
    Vielleicht ist ja doch etwas defekt?
    Freue mich über jede Hilfe und sage schon einmal Danke, herzlichst
    Alexandra von Bassen

  39. Kommentar von Christoph Fertinger am 29. September 2013 um 14:33


    Verstehe. Eine Alternative wäre, das gegen ein Blindsieb zu testen falls vorhanden. Dass es an der Pumpe liegt, glaube ich eher nicht. Normalerweise gegen die bei Defekt entweder gar nicht mehr, oder machen zumindest so gruselige Geräusche, dass offensichtlich ist, dass etwas nicht stimmt.

  40. Kommentar von Alexandra von Bassen am 01. Oktober 2013 um 19:06


    Lieber Christoph Fertinger,
    einen ganz, ganz herzlichen Dank für den tollen Tipp mit dem Blindsieb. So konnte ich die Maschine testen und feststellen, dass alles intakt ist. Dann habe ich mich noch ausführlich in einem Kaffeegeschäft beraten lassen…und:
    Ich bin ganz glücklich über meinen Espresso! Tausend Dank!
    Viele Grüße
    Alexandra v.B.

  41. Kommentar von Elias am 29. Oktober 2013 um 20:20


    Guten Tag,
    tolle Seite, ich hab sie entdeckt, da ich eine Vibiemme beim Altwarenhändler gefunden habe und erst mal rausfinden musste wie alles funktioniert und wie sie zu reinigen ist.

    leider funktioniert der Manometer meiner Maschine nicht und im Netz finde ich nur Manometer mit 16 bar anzeige für die Pumpe!? Meiner geht aber vom Kessel weg.

    Ich trinke jetzt zwar guten aber sehr starken Espresso ( Passalaqua mexico), ich vermute aber vor allem zu stark wegen der Menge ( fast 10g) welche ich brauche da meine Mühle nicht fein genug mahlt.
    also mühle bin ich am checken ( wird wahrscheindlich eine zassenhaus havanna oder porlex) aber wo bekomme ich ein 7g Sieb passend für die Vibiemme her?

    vielen Dank und Hut ab für die Seite.
    Elias

  42. Kommentar von Harald Giese am 30. Oktober 2013 um 12:14


    Hallo Elias,
    meine Vibiemme Domobar hat (ab Werk) ein Manometer bis 16 bar; der Druck ab Pumpe bis zum Einlassventil der Brühgruppe ist gleich, also kann das Manometer auch am Kessel angeschlossen werden; überhaupt: warum da etwas ändern? Einfach die bisherigen Anschlüsse für das Ersatz-Manometer nutzen.

    Falls kein Vibiemme-Vertragshändler in der Nähe ist, sollte es kein Problem sein, sich Sieb und Manometer zuschicken zu lassen, z.B. von http://www.espressotecnica.de, da habe ich meine Maschine und bereits das ein oder andere Ersatzteil gekauft (seit 7 Jahren im täglichen Einsatz).

    Beim Mahlgrad würde ich keine Kompromisse eingehen! Wenn keine Espressomühle verfügbar ist: gemahlenen Espresso kaufen! Zur Not kann man die Bohnen mit einer Kaffeemühle zweimal mahlen: beim ersten Durchgang sehr grob, dann auf feinster Stufe.

    Beste Grüße
    Harald

  43. Kommentar von Christoph Fertinger am 30. Oktober 2013 um 20:24


    Bist Du da sicher? Normalerweise wird immer am Kesse gemessen, an der Pumpe macht das eher wenig Sinn.
    Bei den Sieben passt alles für einen 58mm Siebträger. Also alle, die für eine E61-Maschine gemacht sind sollten passen.

  44. Kommentar von Elias am 31. Oktober 2013 um 19:39


    Danke für die Antworten ein netter händler hat mir heute noch erklärt das entweder der Kesseldruck oder der Brühgruppendruck angezeigt wird.
    Ich war nur von dem Begriff „Manometer Pumpendruck“ iritiert.
    Ausserdem dachte ich das der Druck erst in der Brühgruppe aufgebaut wird und im Kessel konstant bleibt, wieso dann aber die Anzeige bis 16 bar?

  45. Kommentar von Christoph Fertinger am 01. November 2013 um 11:03


    Der Druck liegt im kompletten System an, nicht nur an der Brühgruppe, und wird in der Tat am Kessel gemessen. Beim Bezug ist quasi der Weg von der Pumpe über den Kessel bis zum Auslauf komplett offen. Wo man misst, ist also eigentlich egal, der Druck ist theoretisch überall der gleiche. Was dein Händler sagt, ist Quatsch (zumindest beim Einkreiser)! Beim Zweikreiser (2 Manometer) wird auch der Druck vom Dampfkessel angezeigt, der viel niedriger und unabhängig von der Pumpe ist.

  46. Kommentar von Antonio am 14. April 2014 um 12:49


    Hallo Christoph
    Welches ist Deine Meinung zum „idealen“ Tamper für eine Domobar?
    Empfiehlst Du eher einen konvexen oder einen flachen Tamper?
    Lieber Gruss
    Antonio

  47. Kommentar von Christoph Fertinger am 14. April 2014 um 21:47


    Ich kann in dieser Frage leider nicht weiterhelfen, da wirds mir ein bisschen zu philosophisch. Ich weiß, solche Fragen werden viel diskutiert, aber ich selber habe nur einen Tamper (flach), hatte nie einen anderen und besitze auch keinen bodenlosen Siebträger o.ä.. Man kann sich gerne damit auseinandersetzen, das Thema hat sicher seine Berechtigung. Aber es bleibt dabei, dass das Tampern (sofern es zumindest halbwegs passt) sicher eher eine untergeordnete Variable dabei ist, daher habe ich das bis jetzt sehr vernachlässigt.

  48. Kommentar von Michael am 07. Juni 2014 um 12:49


    Ich habe das Problem, dass beim Espressobezug parallel auch Wasser über das Auslassventil in den Aufhangbehälter läuft. Fürher war das nur der Fall, wenn ich mit der Kaffeepulverdichte mal wieder übertrieben habe …. heute setzt dieses Phänomen schon bei kleinen Mengen ein. Kam man soetwas einstellen oder braucht man Érsatzteile?

  49. Kommentar von Christoph Fertinger am 07. Juni 2014 um 20:31


    Ich würde zuerst mal das Expansionsventil nachstellen, dass sollte helfen. Wenn nicht, dann einfach nochmal melden!

  50. Kommentar von Norbert Walther am 11. Juni 2014 um 21:38


    Hallo Herr Fertinger,
    Habe seit ca. 13 Jahren eine Isomac Millenium hat jetzt aber den Geist aufgegeben. Der Monteur sagt, Kessel steht kurz vor dem Kalkfrass und der Druckregler sowie einige andere Dinge sind ebenfalls fällig.
    Die Millenium ist ein 2 Kreiser und die Reparatur soll ca. 750 € kosten. Nun ist die Frage, was tun. Waren immer sehr zufrieden damit. Reparatur oder Neu?
    Gruß

    Norbert Walther

  51. Kommentar von Christoph Fertinger am 14. Juni 2014 um 00:03


    Leider kenne ich mich mit Isomac-Maschinen nicht besonders gut aus und aus der Ferne kann ich den Aufwand auch schlecht abschätzen. Allerdings kommen mir 750 Euro schon sehr viel vor für eine Reparatur. Ich würde damit erstmal zu einem anderen Händler gehen und mir ein neues Angebot machen lassen. Sollte sich der Preis bewahrheiten, kann ich Ihnen diese schwierige Entscheidung leider nicht abnehmen. Es kann sein, dass dann wieder 10 Jahre Ruhe ist, aber sie kann auch zur Dauerbaustelle werden. Wie gesagt: Das ist aus der Ferne schwer zu sagen.

  52. Kommentar von Christof Barta am 03. August 2014 um 00:43


    Hallo,
    habe seit kurzer Zeit folgendes Problem mit meiner domobar (14 Jahre alt).
    Preinfusion mit 4 bar wird übergangen, Druck geht gleich auf 9 bar hoch.
    Ergebnis: Espresso ohne crema.
    Könnte es an der Dichtung des Preinfus.ventils liegen ?
    Hinzu kommt aber noch folgende Beobachtung: Wenn ich den Siebträger abnehme und das Wasser einfach durchläuft, zeigt das Manometer dabei auch 9 bar an !

    Beste Grüße
    Christof Barta

  53. Kommentar von Christoph Fertinger am 05. August 2014 um 19:35


    Hmmm, das ist merkwürdig. Ohne Siebträger sollte die Maschine ohnehin keine 9 bar erreichen, das geht normalerweise nur mit entsprechendem Widerstand des Kaffeepulvers. Das es an einer Dichtung liegt halte ich eher für unwahrscheinlich. Eine schlaue Idee habe ich leider nicht (außer mal gründlich entkalken und schauen, ob sich was ändert).

  54. Kommentar von Thorsten Feldmann am 09. Januar 2015 um 19:16


    Das ist interessant. Bei meiner Domobar habe ich seit neuestem den Effekt, dass nach dem Kaffeebezug noch Restdruck auf dem Siebträger ist und beim Lösen des Siebträgers Kaffee-Wasser rausspritzt. Dafür kann ich auch beobachten, dass kaum noch Wasser durch das Auslassventil in den Auffangbehälter läuft. Zudem schwimmt häufig noch richtig viel Wasser auf dem Espresso im Siebträger. Kann es sein, dass ein Zugang zu ist oder das Auslassventil nicht mehr richtig arbeitet? Dieser Prozess war eher schleichend und ist jetzt sehr offensichtlich.

  55. Kommentar von Christoph Fertinger am 10. Januar 2015 um 12:13


    Ich nehme an, dass Kalk oder Kaffeerückstände das Problem sind! Das sollte eigentlich durch Rückspülen zu beheben sein (im Kaffeefettlöser sind Säuren, die ggf. auch den Kalk entfernen).

  56. Kommentar von Reiner Kühl am 10. Januar 2015 um 17:12


    Hallo Herr Fertinger,
    Nach dem Entkalken meiner Einkreiser baut sich plötzlich nur noch ein Druck von max. 2 bis 2,5 bar auf, sowohl am Brühkopf wie auch bei geschlossenem Heißwasser.
    Die Ventilschraube hinter der Pumpe rührt sich nicht, ist bombenfest, kann also nicht bewegt oder verstellt werden (Schlitzkanten der Schraube brechen aus).
    Es läuft auch deutlich zu viel Wasser durch den Brühkopf in die Auffangschale (Schließmechanismus während des Brühvorganges?!).
    Ein wiederholter Entkalkprozess hat auch keine Besserung gebracht.
    Haben Sie einen Tipp?
    Danke im Voraus und beste Grüße, R. Kühl

  57. Kommentar von Christoph Fertinger am 11. Januar 2015 um 14:06


    hier hat ein anderer Leser beschrieben, wie er die Schraube am Ventil wieder gelöst hat:
    http://www.domobarista.de/vibiemme-domobar/selbsthilfe-tipps-und-tricks#comment-42369
    Ein Tausch des Ventils wäre auch kein großer Aufwand.
    Das 2te Problem ergibt sich denke ich aus dem ersten, also aus dem zu geringen Druck beim Brühvorgang.

  58. Kommentar von Rolf Brugger am 27. Januar 2015 um 00:00


    @Thorsten Feldmann

    Ich hatte auch genau dieses Problem. Es wird dadurch verursacht, dass sich das Preinfusionsventil langsam abnutzt weil ja bei jedem Bezug der mit dem Hebel verbundene Exzenter über das Ventil schleift. Das führt dazu, dass das Ventil mit den Jahren immer kürzer wird, und am Schluss selbst bei ganz nach unten gerichtetem Hebel das Auslassventil die Preinfusionskammer nicht mehr zu öffnen vermag. Der Druck baut sich dann nicht mehr ab.

    Abhilfe ist recht einfach. Man öffnet die ganze Preinfusionskammer (d.h. nur die oberste grösste Mutter gleich beim Brühkopf). Man sollte die Kammer beim Öffnen etwas festhalten weil sie unter Federdruck steht. Nun kann man das Ventil austauschen – entweder das ganze, oder nur die oben abgeschleifte Hutmutter – je nachdem welches Ersatzteil man einfacher bekommt.

    Gruss
    Rolf Brugger

  59. Kommentar von B.Hölzel am 10. August 2015 um 09:55


    Liebes Domobarista-Team,

    eigentlich sollte bei der E61-Brühgruppe doch im Moment des Umlegens des Hebels auf Bezug das Manometer auf ca. 3-4 bar springen, oder nicht? Wenn nach einigen Sekunden dann die Preinfusionskammer voll ist, schließt sie sich und der volle Druck (bei mir je nach Anpressdruck 10-12 bar) sollte für die restliche Bezugszeit anstehen. Oder sehe ich das falsch?

    Bei meiner Domobar (eigentlich egal wie ich mahle und tampere) geht der Druck im Moment des Umlegens des Hebels nicht wirklich hoch. Ich höre, dass die Pumpe arbeitet und sich die Preinfusionskammer füllt und dann gehts ziemlich schnell direkt auf 10-12 bar hoch.

    Stimmt da was nicht, was mache ich falsch?

    Vielen Dank für Eure Hilfe!
    Bernhard

  60. Kommentar von Christoph Fertinger am 11. August 2015 um 18:40


    Nein, „springen“ tut der Druck nicht. Es kann durchaus sein, dass erstmal nicht viel passiert. Der Vorbrühdruck baut sich erst nach einigen Augenblicken langsam auf, das ist normal. Was das ganze etwas durcheinander bringen kann sind Luftblasen im Kessel (Temperatur zu hoch, länger nicht entlüftet…). Prinzipiell ist dieses Verhalten nicht ungewöhnlich, aber wischen null und 12bar sollte es schon eine merkliche Zwischenstufe geben.

  61. Kommentar von Robert Frank am 03. November 2015 um 11:03


    Lieber Christoph,
    herzlichen Dank für diese großartige Seite. Ich habe eine Frage zu meiner Vibiemme Domobar. Sie war für ca. ein Jahr nicht mehr im Betrieb, da ich mir eine neue Maschine mit zwei Kreisläufen gekauft hatte. Ich wollte sie jetzt wieder reaktivieren und habe sie angeschlossen. Jetzt ist leider das Problem aufgetaucht, dass über die Brühgruppe kein Wasser durchläuft. Es wirkt, als wenn das Blindsieb eingesetzt wäre. Dampf und Wasserentnahme ist aber dennoch möglich. Der einzige Grund dafür kann doch nur sein, dass das Einlassventil in der Brühgruppe nicht öffnet. Kann man die Brühgruppe z. B. oben aufschrauben und das überprüfen? Die Pumpe funktioniert, Aufheizung erfolgt ebenfalls, nur öffnet nicht die Brühgruppe.

    Vielen Dank für Deine Hilfe schon im Voraus
    Robert

  62. Kommentar von Christoph Fertinger am 03. November 2015 um 12:00


    Das kommt nach längerer Standzeit häufiger vor. Meistens sind das wirklich nur irgendwelche Ablagerungen (Kalk etc.). Durch Entkalken kriegt man das wieder weg. Es ist natürlich blöd, dass kein Wasser mehr durchgeht, da braucht man u. U. etwas Geduld. Man kann auch mal versuchen, zusätzlich durch die Inbusschraube am Brühkopf Entkalker einzufüllen.

  63. Kommentar von Michael am 03. November 2015 um 12:29


    Hallo Christoph,

    Erst einmal recht herzlichen Dank für die überaus gute Homepage .. Ich kann nur sagen Hut ab ….
    Ich selber besitze eine Domobar Super hat bisher gute Dienste getan. Jedoch seit einigen Tagen habe ich ein Verhalten was ich bisher noch nicht hatte. Wenn ich relativ wenig Kaffeepulver verwende (Im Vergleich vor einem 1/2 Jahr .. Die gleiche Menge ..) stellt sich folgendes Verhalten. Druck wird aufgebaut verharrt jedoch nur kurz bei 3-4 bar steigt dann relativ schnell und kontinuierlich auf ca. 12 bar ….Der Kaffee der am Siebträger rauskommt ist nur sehr wenig … ?? Anfangs dachte ich das die Kaffeemenge bzw. das Pressen die Ursache ist. Jedoch hatte ich vor einigen Monaten dieses Verhalten noch nicht ? Ich habe die Maschine auch bereits vor kurzem entkalkt .. Was könnte die Ursache sein …

  64. Kommentar von Christoph Fertinger am 09. November 2015 um 22:55


    Normalerweise kann das nur am Pulver liegen, der Druck ist ja ok. Zumindest wenn das Wasser ohne Siebträger normal durchläuft. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht.

  65. Kommentar von Robert Frank am 10. November 2015 um 12:15


    Vielen Dank für den Hinweis. Ich habe es mit längerem und intensiverem Entkalken probiert und tatsächlich Erfolg gehabt.

  66. Kommentar von Günter Stangl am 13. Dezember 2015 um 17:04


    Hallo,

    danke erstmal für diese großartige Seite. Bei meiner Vibiemme Domobar kommt seit einigen Tagen nur mehr wenig Wasser aus dem Siebträger, obwohl der Druck eigentlich in Ordnung ist. Nun habe ich bemerkt, dass während des Bezuges ständig Wasser aus dem Ablassventil der Preinfusionskammer in die Abtropfschale läuft. Das sollte ja eigentich solange der Hebel oben ist nicht der Fall sein,oder?
    Jedenfalls habe ich das Ventil heute ausgebaut und gereinigt, was aber nichts bewirkt hat. Kann es sein dass die Dichtung am Ventil nicht mehr funktioniert? Danke im voraus

    lg
    Guenter Stangl

  67. Kommentar von Christoph Fertinger am 15. Dezember 2015 um 18:12


    Wenn der Druck passt ist einfach das Pulver zu fein oder zu viel. Der eigestellte Druck wird zwar gehalten, aber das Wasser geht eben durch den Rücklaufschlauch in den Tank zurück, weil es der leichtere Weg ist.

  68. Kommentar von Krzysztof am 16. Dezember 2015 um 00:47


    Hallo aus Polen,
    Habe bemerkt dass während Rückspülens ständig läuft Wasser aus dem Ablassventil der Gruppe. Ist das doch nicht normal, oder? Was könnte der Grund sein?
    Danke im Voraus
    Krzysztof

  69. Kommentar von Christoph Fertinger am 16. Dezember 2015 um 18:15


    Es kann sein, dass mit der Mechanik etwas nicht stimmt, aber erfahrungsgemäß liegt das meistens an Kalk oder anderen Ablagerungen, dass sie hier nicht mehr ganz dicht ist. Entkalken bzw. Rückspülen hilft hier meistens!

  70. Kommentar von Laurent am 03. Februar 2016 um 09:34


    Hallo,
    ich habe an meiner Maschine festgestellt daß sie nicht mehr richtig Druck abbaut nach dem Bezug. Sprich an dem Auslaufventil nur noch sehr wenig Wasser austritt und beim abnehmen des siebträgers nach dem Bezug noch Druck herrscht und der Puck noch naß ist. Die Maschine wird mehr regelmäßig mit Kaffeefettlöser gereinigt.
    Die Maschine hat über 9.000 Bezüge geleistet. Sollte ich die Mschine mal intensiver reinigen? Oder soll ich das untere Auslaufventil abschreuben und reinigen?
    Könnte ein Verschleiß von der Nockenwelle schuld sein?
    Danke.
    Mit freundlichen Grüßen aus Luxemburg,
    Laurent

  71. Kommentar von Christoph Fertinger am 05. Februar 2016 um 18:05


    Ich denke auch, dass das ein Verschmutzungsproblem ist. Wenn normales Rückspülen nicht, hilft, ist es einen Versuch wert, den unteren Teil soweit möglich abzuschrauben und sich das mal anzusehen.
    Verschleiß als Ursache kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

  72. Kommentar von Laurent am 16. Februar 2016 um 14:46


    Ich habe nun alles auseinandergebaut und dabei gleizeitig alle Dichtungen sowie auch die Dichtungsträger und die Nockenwelle ersetzt.
    Das Problem bleibt aber bestehen. Ursache denke ich aber gefunden zu haben. Der Führungsstift welcher gedrückt ist wenn die Nockenwelle nach unten schaut, also wenn kein Wasser bezogen wird, ragt meiner Meinung nach nicht weit genug nach oben. Nur wenn der Drehknopf mit Kraft nach hinten gedrückt wird öffnet das Ventil. (das kann man am austretenden Wasser erkennen.)
    Wie ich aber das Problem nun beheben kann weiß ich nicht.
    Vieleicht weißt du Rat.
    Die verbauten Teile sind übrigens genau baugleich mit den alten ausgebauten Teilen. Die Ursache weshalb das Problem auchgetaucht ist kann ich aber absolut nicht verstehen.
    Danke für deine Hilfe.

  73. Kommentar von Laurent am 17. Februar 2016 um 08:23


    Problem gelöst!!
    Der obere Führungsstift konnte nicht weit genug von der Nockenwelle nach unten gedrückt wurde. (Warum dies so urplötzlich aufgetaucht ist bleibt mir allerdings ein Rätsel).
    Ich habe nun gestern eine zweite Scheibe unter den oberen Führungsstift gelegt. Dieser ragt nun geschätzt einen halben Milimeter höher heraus, was der Nockelwelle aber genügt um den unteren Dichtungsträger soweit zu öffnen daß der Druck integral abgebaut werden kann.
    Um auf dem Schemabild hier ober die Sache zu erklären, Préinfusionsventil konnte nicht weit genug nach unten gedrückt werden um das Auslaufventil zu öffnen. Mit der Scheibe würde die Stange über dem Preinfusionsventil „verlängert“, das Auslaufventil kann wieder aufgedrückt werden.
    MfG,
    Laurent

  74. Kommentar von Rainer Schade am 30. Juni 2016 um 10:43


    Lieber Christoph,

    nochmals vielen Dank für die prompte Antwort. Ich habe jetzt, auf deinen Tipp hin, die Brühgruppe zerlegt, die einzelnen Teile entkalkt und neue Ventilstössel eingebaut. Leider habe ich immer noch das Problem dass, obwohl die Preisfusion funktioniert und sich dann konstanter Druck bei 10 Bar aufbaut, kein Kaffeebezug möglich ist – das Wasser pumpt einfach zurück in den Tank. Was könnte denn noch die Ursache sein?
    Gruß, Rainer

  75. Kommentar von Christoph Fertinger am 30. Juni 2016 um 23:00


    Ok, im Kessel kommt Druck an (Manometer!) und in der Preinfusionskammer auch (verzögerter Druckaufbau). Dann kann eigentlich nur noch der kleine Kanal von der Preinfusionskammer zum Siebträger zu sein. Vielleicht hilft nochmal entkalken oder ggf. mit einem Draht oder einem schmalen Pfeifenreiniger etwas nachhelfen.

  76. Kommentar von Rainer Schade am 02. Juli 2016 um 13:47


    Jetzt habe ich nochmal den Mahlgrad des Kaffeepulvers gröber eingestellt und es klappt nun mit dem Kaffeebezug. Das verwundert mich schon sehr – ich habe die gleichen Bohnensorte und alle Parameter wie immer verwendet. Kann denn vielleicht die Luftfeuchtigkeit so einen gravierenden Einfluss auf den Kaffeebezug haben?

    Herzliche Grüße und besten Dank für deine hilfreichen Antworten, Rainer

  77. Kommentar von Christoph Fertinger am 02. Juli 2016 um 19:11


    Prinzipiell schon, aber ich vermute eher, dass der Kaffee etwas frischer oder älter ist als sonst. Evtl. hat sich die Mühle auch etwas verstellt.

  78. Kommentar von Lehmann am 16. Januar 2017 um 09:19


    Hallo, ist denn für die E61 Brühgruppe eher ein flacher Tamper zu empfehlen? Das Duschsieb ist ja auch flach und hier stand auch irgendwo geschrieben:

    „bei E61 Maschinen wird das Wasser von außen nach innen durch die Brühgruppe auf dem Puk verteilt. Von da aus muss eine gleichmäßige Höhe des Kaffeepuks Vorteile bei der Extraktion haben.“

  79. Kommentar von Christoph Fertinger am 16. Januar 2017 um 20:32


    Ich kann in dieser Frage leider nicht weiterhelfen, da wirds mir ein bisschen zu philosophisch. Ich weiß, solche Fragen werden viel diskutiert, aber ich selber habe nur einen Tamper (flach) und hatte auch nie einen anderen. Man kann sich gerne damit auseinandersetzen, das Thema hat sicher seine Berechtigung. Aber es bleibt dabei, dass das Tampern (sofern es zumindest halbwegs passt) sicher eher eine untergeordnete Variable dabei ist, daher habe ich das bis jetzt sehr vernachlässigt.

  80. Kommentar von Manuela am 19. Februar 2017 um 10:59


    Hallo Christoph,

    Ich überlege mir eine Domobar Junior (2B) kaufen und wollte dich fragen ob du mir erklären kannst wieso die Maschine so gebaut ist, dass sie erst nach 7-8sec. den Durck von den 9Bar hat und der Kaffee rausläuft.(Deine Präinfusions Bilder sind verständlich) Es geht mir dabei um die Vorteile dieses Systems? Und was hat das für geschmackliche Nachteile?
    Hat die Domobar Super PID das gleiche Verhalten?
    Normalerweise arbeite ich an gößere Maschinen und kenne da die Problematik nicht. Es ist stehts von Anfang an volle 9Bar da und nach 5 sec läuft der Kaffee raus bei passender Einstellung. Bin nun dem Kauf gegenüber skeptisch.
    Besten Dank

  81. Kommentar von Christoph Fertinger am 19. Februar 2017 um 13:37


    Das machen ALLE E61-Maschinen. Der Vorteil soll sein, dass das Kaffeepulver angefeuchtet wird und kurz quellen kann, wodurch die Extraktion besser funktionieren soll. Ob das wirklich was bringt, kann ich nicht 100%ig sagen, allerdings haben auch viele (recht teure) nicht-E61-Maschinen eine Preinfusion, dort wird das i.d.R. elektronisch geregelt und ist oft auch einstellbar.

  82. Kommentar von Schwarz Gerald am 28. Juni 2017 um 16:53


    Metallpartikel aus dem Brühkopf
    Guten Tag,
    bei meiner ca 25 Jahre alten Vibiemme Domobar wurde bei der Wartung festgestellt, dass sich Metallpartikel aus der E61 lösen. Das soll angeblich ein bekanntes
    Problem bei der Mschine sein. In den Foren habe ich aber erst einen Beitrag dazu gefunden und es hieß, das sei harmlos und würde sich wieder geben. Da ein neuer Brühkopf nicht gerade billig ist, bitte ich um eine Empfehlung, ob ein Austausch sinnvoll ist.
    Mit besten Grüßen

  83. Kommentar von Christoph Fertinger am 29. Juni 2017 um 17:14


    Ja, das passiert i.d.R. aber bei neuen Maschinen, dass da ein paar Partikel mit rauskommen. Bei älteren ist das eher ungewöhnlich, kann aber genauso sein. Da löst sich einfach ein bisschen was von der Verchromung. Das gibt sich in der Tat wieder. Deswegen würde ich auf keinen Fall einen neuen Brühkopf kaufen!

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